Hip-Hop-Rock

Nach dem Trauma findet Mike Shinoda seine Stimme

Vereint waren sie Linkin Park: Mike Shinoda (li.) und der 2017 gestorbene Chester Bennington bei einem Konzert in Los Angeles.

Vereint waren sie Linkin Park: Mike Shinoda (li.) und der 2017 gestorbene Chester Bennington bei einem Konzert in Los Angeles.

Foto: Harmony Gerber / Getty Images

oberhausen.   Der MC von Linkin Park präsentiert am Mittwoch, 6. März, in der Turbinenhalle die Songs seines Soloalbums „Post Traumatic“.

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Eine Tournee „Post Traumatic“ zu nennen, ist keine Koketterie – nicht für Mike Shinoda. Der Sänger und Gitarrist von Linkin Park kommt am Mittwoch, 6. März, in die Turbinenhalle, Im Lipperfeld.

Über 55 Millionen verkaufte Alben, zwei Grammys, mehr als 5,5 Milliarden Youtube-Klicks: Linkin Park zählten zu den bedeutendsten Rock-Acts der Gegenwart – bis Chester Bennington sich im Juli 2017 das Leben nahm. Sein Co-Frontmann Mike Shinoda verarbeitet die Leere, Hilflosigkeit und Trauer mit Kunst. So entstand das ein Jahr nach dem Tod Benningtons veröffentlichte Album „Post Traumatic“. Das Album stieg in Deutschland bis auf Platz 2 der Charts, es erreichte die Spitze der US Rock- sowie US-Alternative-Charts. Jetzt kommt Mike Shinoda nach Deutschland.

Stimme mit noch nicht gehörtem Facetten-Reichtum

Mehr als 20 Jahre hatten Chester Bennington und Mike Shinoda Seite an Seite auf der Bühne gerockt und stiegen mit Linkin Park – und mit ihrem Cover von „Behind Blue Eyes“ – in den Mainstream auf. Für den Hip-Hop-Anteil ihrer Songs war von jeher Mike Shinoda zuständig, wofür auch sein Zweit-Projekt „Fort Minor“ steht. Auch für sein Soloalbum „Post Traumatic“ schrieb Shinoda zunächst Rap-Zeilen. Er setzte sich mit Trauer, Verlust und Demut vor dem Leben auseinander. Parallel begann er, Bilder zu malen, Skizzen zu zeichnen und Songs zu komponieren, alles wie im Fiebertraum, um dem Schmerz zu entkommen.

Im Januar erschien dann zunächst die „Post Traumatic EP“ – als Beginn seiner Reise heraus aus dem persönlichen Trauma. Mit dem folgenden Album lotet Shinoda seine ganz eigene Form von postmoderner Musik aus, unterstützt von spannenden Gästen wie Blackbear, Machine Gun Kelly oder Chino Moreno von den Deftones. Die 16 Songs des Longplayers changieren gekonnt zwischen Rock und Hip-Hop und zeigen Shinodas Stimme in einem bislang noch nicht gehörten Facetten-Reichtum.

Die Veröffentlichung sowie die anschließenden Konzerte will der 41-Jährige laut seiner Pressemitteilung auch so verstehen: Als Mut machendes Beispiel, dass sich auch Tragödien überwinden lassen.

Karten kosten bei freier Platzwahl 50,65 Euro.

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