Literaturpreis

Mit „Tor der Tränen“ gewinnt Peter Coon Literaturpreis

Stolzer Preisträger: Peter Coon – hier mit seinem ersten Kurzgeschichtenband „Märzchen im November“.

Stolzer Preisträger: Peter Coon – hier mit seinem ersten Kurzgeschichtenband „Märzchen im November“.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Zum zweiten Mal hat der Verein Gruppe 48 seinen Literaturpreis ausgeschrieben. Unter drei Prosa-Finalisten gewann Peter Coon den Lesewettstreit.

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Rösrath im Rheinisch-Bergischen Kreis ist nicht Klagenfurt am Wörthersee – und der Preis des Vereins „Gruppe 48“ kann sich noch nicht mit dem Lesemarathon um den Ingeborg-Bachmann-Preis messen. Doch auch Schloss Eulenbroich bietet eine schmucke „Location“ – und der ausrichtende Literaten-Club einen beachtlich dotierten Pries. Mit 2000 Euro ist jener erste Preis dotiert, den Peter Coon (so sein „Nom de plume“) jetzt nach Oberhausen mitnehmen durfte.

Die erst vor zwei Jahren gegründete „Gruppe 48 e.V.“, deren Name sich bewusst an die „Gruppe 47“ der westdeutschen Nachkriegsautoren anlehnt, hat nun zum zweiten Mal ihren Literaturwettbewerb ausgerichtet. Über 500 Einsendungen aus dem In- und Ausland erhielt die sechsköpfige Jury und nominierte je drei Finalisten für Lyrik und Prosa.

Siegergeschichte erscheint in Coons drittem Buch

Peter Coon maß sich mit seiner Kurzgeschichte „Tor der Tränen“ während der sechs sonntäglichen Lese-Stunden in Schloss Eulenbroich mit der Prosa von Alexandra Lüthen aus Berlin und Selim Özdogan aus Köln – der 2016 sogar zum Bachmann-Wettbewerb an den Wörthersee eingeladen war. Jeder Finalist trug persönlich seinen eigenen Text dem Publikum vor, das anschließend den Sieger wählte.

„Mit dem ersten Platz hatte ich nicht gerechnet“, sagt Peter Coon. „Meine beiden Konkurrenten haben ihre wirklich guten Texte hervorragend vorgetragen.“ Doch die Zuhörerschaft überraschte den 52-jährigen Oberhausener und bestimmte ihn zum Prosa-Preisträger. „Natürlich freue ich mich riesig“, so der studierte Elektrotechniker, der als Tontechniker und Grafiker arbeitet. „Es ist wunderbar zu sehen, wie viel Zuspruch meine Art zu schreiben erhält.“ Gedruckt erscheint die Siegergeschichte neben zwölf weiteren Short Stories von Peter Coon in einem Monat.

Sein drittes Buch präsentiert er am 22. November in Witten bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde; online informiert petercoon.de

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