Sicherheit

Mehr Bundespolizisten für den Oberhausener Bahnhof

Viele Oberhausener nehmen den Hauptbahnhof und die umliegenden Straßen und Plätze als Angstraum wahr.

Viele Oberhausener nehmen den Hauptbahnhof und die umliegenden Straßen und Plätze als Angstraum wahr.

Foto: Mara Tröger

Im März sind neue Mitarbeiter eingestellt worden. Die Präsenz soll für stärkeres Sicherheitsgefühl bei den Bürgern in Oberhausen sorgen.

Die Bundespolizei verstärkt nun wieder ihre Präsenz im bei vielen Oberhausenern als Angstraum geltenden Hauptbahnhof. Im März ist die für diesen Bereich zuständige Bundespolizeiinspektion Düsseldorf personell verstärkt worden.

Jens Flören, Sprecher der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, bestätigt auf Anfrage der Redaktion, „dass wir in den letzten Wochen die sichtbare polizeiliche Präsenz im Hauptbahnhof Oberhausen wieder spürbar erhöhen konnten.“

Polizisten arbeiten über Städtegrenzen hinweg

Wie viele Polizisten am Bahnhof Dienst leisten, gibt die Pressestelle nicht bekannt. Oftmals ließe sich das auch nicht genau sagen, erklärt Flören. Die Polizisten haben zwar ihren Dienstbeginn und ihr Dienstende in Oberhausen, werden aber je nach Einsatzlage auch in Zügen oder anderen Bahnhöfen eingesetzt. Andererseits können wiederum Polizisten aus Duisburg oder Düsseldorf in Oberhausen eingesetzt werden.

Die Bundespolizei selbst habe „ein besonderes Interesse an einer möglichst dauerhaften und vor allem auch sichtbaren Präsenz der Bundespolizei auch im Hauptbahnhof Oberhausen“, ergänzt Flören. Denn mehr Polizeipräsenz würde schließlich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger stärken.

Bundespolizeibehörde stellt neue Mitarbeiter ein

In diesem Jahr werden für die rund 3500 Mann starke zuständige Bundespolizeibehörde hundert neue Mitarbeiter eingestellt, in den nächsten Jahren sollen weitere folgen. Bis zum Jahr 2021 sollen im Rahmen der Ausbildungsoffensive insgesamt 12.500 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Die Erreichbarkeit der Polizei für Oberhausener oder Reisende sei aber auch unabhängig von der Polizeipräsenz gegeben, erläutert der Polizeisprecher. Eine Sprechanlage an der Wachentür der Bundespolizeidienststelle im Bahnhof verbindet sich bei Betätigung rund um die Uhr mit der Einsatzleitstelle der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf. Von dort können Auskünfte gegeben und im Bedarfsfall Einsätze initiiert werden.

Stärkere Präsenz für subjektives Sicherheitsgefühl

Neben dem sogenannten Regeldienst ist die Bundespolizei auch bei Sondereinsätzen involviert – wie jüngst am 12. März 2019. Damals nahmen Mitarbeiter von örtlicher Polizei, Bundespolizei, Gewerbeaufsicht und Ausländerbehörde das Bahnhofsumfeld genau unter die Lupe – und ertappten Drogendealer.

Im Januar noch äußerte Manfred Flore, Sprecher der Betuwe-Bürgerinitiative und SPD-Stadtverordneter, den Wunsch, dass die Bundespolizei wieder eine ständige Wachbereitschaft im Hauptbahnhof leisten würde, um das subjektive Sicherheitsgefühl zu steigern. Eine stärkere Präsenz trage auch seiner Meinung nach dazu bei, dass sich viele Menschen hier sicherer fühlen würden – obwohl der Bahnhof laut Polizeistatistik keinen Kriminalitätsschwerpunkt darstelle.

>>> Bundespolizei schützt Bahnhöfe

Aufgabe der Bundespolizei an Bahnhöfen ist es, das gesamte Streckennetz im Bahnverkehr sowie die Bahnhöfe vor Angriffen zu schützen.

Das Streckennetz umfasst 33.500 Gleiskilometer mit etwa 5.700 Bahnhöfe

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