Grundschul-Einbruch

Einbrecher wüten in der Oberhausener Luisenschule

Schulleiterin Roswitha Spitzley im verwüsteten Lehrerzimmer vor aufgebrochenen Fächern.

Schulleiterin Roswitha Spitzley im verwüsteten Lehrerzimmer vor aufgebrochenen Fächern.

Foto: Michael Bresgott

OBERHAUSEN.  Eine Pulverschicht bedeckt Stühle, Tische und Schulmöbel – Unbekannte brechen in die Oberhausener Luisenschule ein und richten Schäden an.

Eine böse Überraschung für die Schülerinnen und Schüler, für das Lehrerkollegium und die Eltern an der Luisengrundschule in Styrum: Am letzten Wochenende der Osterferien sind unbekannte Täter in die Schule eingedrungen und haben dort heftige Verwüstungen verursacht. Am Montag musste deshalb der Unterricht komplett ausfallen, auch am Dienstag ist das der Fall. Ab Donnerstag sollen wieder vier Unterrichtsräume zur Verfügung stehen, so dass dann zunächst im Schichtdienst unterrichtet werden kann.

Schulleiterin Roswitha Spitzley war am Sonntag auf den Einbruch aufmerksam geworden, als sie einen Tag vor dem Schulstart nach den Osterferien schon einmal die Post aus dem Schulbriefkasten nehmen wollte und bemerkte, dass im Eingangsbereich der Schule ein Feuerlöscher auf dem Boden lag.

Löschpulver versprüht

Schnell wurde klar: Unbekannte Täter hatten sich über den hinteren Gebäudeteil der Grundschule Einlass verschafft und dann ein Werk der Verwüstung angerichtet. Sie rissen zwei Pulverfeuerlöscher aus ihrer Halterung und versprühten deren Löschpulver vor allem im Bereich des Sekretariats und im Lehrerzimmer. Aber auch in den Klassenräumen breitete sich eine dicke Pulverschicht auf Tischen, Bänken und Schulmobiliar aus.

Die Täter brachen Schränke und Fächer auf, verstreuten teils deren Inhalt im Raum. Sie drangen auch in den Bereich für den Offenen Ganztag (OGS) ein; dort entleerten sie den Inhalt eines Schaumfeuerlöschers und hinterließen ebenfalls ein Bild der Verwüstung. Kopfschüttelnd standen Roswitha Spitzley und ihr Team am Montag in den Räumen und konnten es kaum fassen, wie unerbittlich die dreisten Vandalen gewütet haben.

Polizei ermittelt – Tatzeitraum: ab Freitag, 16 Uhr

Den Tätern kam es offenbar einzig und allein auf möglichst große Verwüstungen im Gebäude-Inneren an, denn eine Reihe von fabrikneuen Beamern, die – noch original verpackt – im Sekretariat an einer Wand gestapelt waren, rührten sie nicht an.

Die Polizei hat sich bereits am Sonntag die Schulräume komplett angesehen und vor Ort ihre Ermittlungen gestartet. Da am vorigen Freitag in der Mittagszeit noch die Reinigungsfrau in der Schule war und völlig intakte Räume vorfand, ist davon auszugehen, dass die Täter die Grundschule an der Glockenstraße im Herzen von Styrum ab Freitag, 26. April, ab 16 Uhr heimgesucht haben.

Umfassende Reinigungsaktion ist angelaufen

Am Montag, 6. Mai, sollen nach der bereits angelaufenen, umfassenden Reinigungsaktion einer Profi-Firma bereits wieder sieben Unterrichtsräume zur Verfügung stehen; im Laufe der nächsten Woche soll der Unterricht dann wieder ganz regulär laufen.

Auch an eine Notgruppe für jene Schülerinnen und Schüler, die am Montagmorgen zur Schule kamen und deren Eltern man über den Unterrichtsausfall im Vorfeld nicht informieren konnte, hatte das Schulteam zum Wochenauftakt gedacht. Zudem waren viele Familien über WhatsApp und andere Kanäle darüber informiert, dass der Unterricht zum Wochenbeginn ausfällt.

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