Abfallentsorgung

Lieber gelbe Tonnen als gelbe Säcke für Verpackungsmüll?

Sieht nicht besonders schön aus: Gelbe Säcke der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) liegen hier am Rand der viel befahrenen Virchowstraße. Sie sind durchsichtig und zeigen ihren hässlichen Inhalt.

Sieht nicht besonders schön aus: Gelbe Säcke der Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) liegen hier am Rand der viel befahrenen Virchowstraße. Sie sind durchsichtig und zeigen ihren hässlichen Inhalt.

Foto: mape

Oberhausen.   Nun halten auch die ersten Oberhausener Ratsleute die gelben Säcke am Straßenrand für hässlich – und wollen sie abschaffen.

Die zweiköpfige Ratsgruppe „Offen für Bürger“ schlägt die Abschaffung der gelben Säcke für Verpackungsmüll vor. Grund: Diese durchsichtigen Plastiktüten würden mit ihrem Abfall die Straßen am Abholtag verschandeln. „Warum gilt nicht hier das Prinzip Mehrweg?“, fragen Albert Karschti und Werner Nowak von der OfB-Gruppe. Sie schlagen vor, Verpackungen nur noch in der Gelben Tonne zu entsorgen.

Denn trotz aller Bemühungen der Stadtverwaltung bemerken die beiden früheren BOB-Ratsmitglieder, dass die Beschwerden von Bürgern über verdreckte Ecken und Müllhaufen im Stadtbild nicht abreißen. „Die gelbe Tonne ist hier nicht das Allheilmittel, aber ein Schritt in die richtige Richtung“, meint Karschti.

Schutz vor Wind und Nagetieren

Das Verschwinden der gelben Säcke soll nicht nur optisch für mehr Sauberkeit sorgen, sondern zum Beispiel auch den Wind und die Nagetiere davon abhalten, die losen und leichten Säcke aufzureißen und den Müll im Umfeld zu verteilen.

Die Gruppe OfB will, dass die Verwaltung die Einführung der Gelben Tonne prüft und intensiver an einem nachhaltigen Müllentsorgungskonzept arbeitet.

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