Naturnahe Aktion

Kita-Kinder gärtnern an neuem Hochbeet in Osterfeld

Das neue Hochbeet an der Kita Fantasiewerkstatt.

Das neue Hochbeet an der Kita Fantasiewerkstatt.

Foto: Dustin Abendroth / Stadtteilbüro

Oberhausen.  Ein neues High-Tech-Hochbeet bereichert jetzt den Kita-Alltag in Osterfeld. Die Kinder werden hier zu Naturforschern.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Mädchen und Jungen sowie das Erzieherinnen-Team der Osterfelder Kindertagesstätte „Fantasiewerkstatt“ können sich über ein neues, ganz besonderes Hochbeet direkt an der Kita freuen.

Die Idee dieses Projekts: Die Kinder werden hier zu Naturforschern. Das Konzept dieses so genannten „autarken Hochbeets“ wurde von Gerhard Reisinger (Ingenieurbüro für Technik und Gartenbau aus Illertissen) entwickelt. Zahlreiche technologische Komponenten zählen zur Ausstattung und geben dem naturnahen Projekt damit den besonderen Pfiff: Ein Feuchtigkeitssensor misst zum Beispiel den Wassergehalt des Bodens, ist dieser Wert zu niedrig, wird automatisch bewässert. Genutzt werden kann Regenwasser, das direkt auf dem Dach des Hochbeetes gesammelt und in einem Tank unter dem Pflanzbereich aufgefangen wird. Eine Batterie versorgt die nötige Steuerung mit Strom, wobei eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Hochbeetes für die stete Wiederaufladung sorgt.

Besonders in heißen sommerlichen Wetterphasen vermeidet die automatische Bewässerung ein Austrocknen der Pflanzen. Im Zuge des SAIN-Projektes („Städtische Agrikultur: Gemeinsam innovativ entwickeln“) sollen die Hochbeete unter anderem mit konventionellen Hochbeeten verglichen werden, um Unterschiede in der Handhabung und der Wasserversorgung der Pflanzen zu erkennen. SAIN ist ein gemeinsames Projekt des Fraunhofer-Instituts UMSICHT und des Wissenschaftsladens Bonn.

„Es ist toll für die Kinder, mit den Pflanzen zu arbeiten“

Die Kinder der Kita werden das Wachstum der Pflanzen dokumentieren und sie sollen dabei jede Menge über das Gärtnern in der Stadt lernen. „Es ist toll für die Kinder, mit den Pflanzen zu arbeiten und Teil eines aufregenden Forschungsprojektes zu sein“, wird Manuela Voss-Jäger, Leiterin der „Fantasiewerkstatt“, in einer aktuellen Mitteilung des Stadtteilbüros Osterfeld zitiert.

Der Stadtteil-Service hat das Hochbeet zusammengebaut, dabei handelt es sich um ein vom Jobcenter gefördertes Angebot der Ruhrwerkstatt, bei dem Langzeitarbeitslose als „Quartiershausmeister“ in Osterfeld präsent sind, wie Dustin Abendroth vom Team des Stadtteilbüros erläutert. Die Besonderheit bei diesem Hochbeet: Für die Kinder mussten eigens Trittstufen angefertigt werden, damit sie auf Augenhöhe mit den Erwachsenen gärtnern und forschen können. Auch im weiteren Verlauf des Projektes werde der Stadtteil-Service das Kita-Team bei der Pflege und Wartung des neuen Beetes unterstützen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben