Insolvenzverfahren KKO

Katholisches Klinikum zahlt Löhne an Putzfrauen verspätet

Das Katholische Klinikum Oberhausen KKO hat nun auch das Insolvenzverfahren für seine drei Tochtergesellschaften beantragt.

Das Katholische Klinikum Oberhausen KKO hat nun auch das Insolvenzverfahren für seine drei Tochtergesellschaften beantragt.

Foto: Gerd Wallhorn / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Ausgerechnet die Putzfrauen des Katholischen Klinikums leiden als erste unter dem Insolvenzverfahren. Der Lohn fließt später als gewohnt.

Neue Aufregung im Katholischen Klinikum KKO: Die Mitarbeiter der Service-Dienste, darunter alle Reinigungskräfte, erhalten ihren Lohn nicht pünktlich am nächsten Montag, 15. Juli. Das wurde nach Auskunft von Mitarbeitern dem Betriebsrat erst im Laufe der Betriebsversammlung bekannt.

„Bei den Beschäftigten handelt es sich um Kolleginnen und Kollegen, die sich im Niedriglohn-Segment befinden“, schreibt der Betriebsrat in einer internen Protest-Mail. Viele Putzfrauen hätten keine Möglichkeit, Ersparnisse für die täglichen Lebenshaltungskosten zu bilden und seien deshalb besonders schwer davon getroffen.

Die KKO-Geschäftsführung verspricht, dass die Lohnzahlung spätestens Ende der nächsten Woche nachgeholt wird. „Uns ist vollkommen klar, dass jeder Tag Warten Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Die Verzögerung hat aber ausschließlich organisatorische Gründe und wir bedauern den Vorfall außerordentlich“, sagt eine Sprecherin. In einem Brief versichert Neu-Geschäftsführer Christian Eckert: „Ihre Gehälter sind absolut sicher!“

Grund für die Misere: Das KKO hat auch für seine Tochtergesellschaften Reha-Zentrum Oberhausen GmbH, Mundita Sterkrade GmbH und KKO Service GmbH das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Das muss jetzt erst von den Gerichten abgesegnet werden – dann zahlt die Arbeitsagentur den Lohn als Insolvenzgeld.

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