Neuer Trend

Jogger sammeln in Oberhausen Abfälle ein

Rund 25 Interessierte beteiligten sich am ersten Plogging-Lauf im Kaisergarten am vergangenen Samstag. Gemeinsam hatten die städtische Abfallberatung und der Oberhausener Turnverein die Aktion initiiert.

Rund 25 Interessierte beteiligten sich am ersten Plogging-Lauf im Kaisergarten am vergangenen Samstag. Gemeinsam hatten die städtische Abfallberatung und der Oberhausener Turnverein die Aktion initiiert.

Foto: Franz Naskrent

OBERHAUSEN.   Plogging nennt sich die Kombination aus Jogging und Müllsammeln. Auftakt-Aktion von Stadt und Oberhausener Turnverein im Kaisergarten.

Das blaue Zelt der städtischen Abfallberatung empfing die Teilnehmer am Samstag am Zugang zum Kaisergarten. Erstmals war in Oberhausen Plogging angesagt. Stadt und Wirtschaftsbetriebe Duisburg unterstützen damit den neuen Trend, das Joggen mit dem Aufsammeln kleiner Abfälle zu kombinieren.

Plogging ist ein Kunstwort. Es setzt sich zusammen aus dem schwedischen „plocka“ (sammeln, suchen, aufheben) und Jogging. Partner der Aktion ist der Oberhausener Turnverein (OTV), genauer gesagt dessen Abteilung für Ausdauersport, neudeutsch Endurance. „Wir sind darüber mit der Stadt im vergangenen Jahr, bei unserer Laufaktion, der ,OTV-Meile’, ins Gespräch gekommen“, erklärte die junge Ausdauer-Sportlerin Jill Lanfermann vom OTV.

Rund 25 Teilnehmer hatten sich eingefunden. Die meisten von ihnen waren als OTV-Sportler erkennbar. Jens Kronwald (55) aus Walsum zum Beispiel. „Wir laufen hier regelmäßig im Park. Da macht es Sinn, dass wir auch auf Sauberkeit achten“, erklärte er. Seine Hoffnung: „Vielleicht macht es ja Leute, die achtlos ihre Abfälle wegwerfen, etwas nachdenklich.“ Ein Ehepaar aus Sterkrade machte sich zu Fuß auf den Weg. „Ich finde die Aktion gut. Mich stört der Müll beim Spazierengehen“, erklärte der 61-jährige Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte. Leider könne er wegen eines Hüftleidens nicht mehr joggen. Als Nachzügler erschien noch ein Vater mit seiner kleinen Tochter.

Für sie alle hatten Ute Mareck vom Bereich Umweltschutz der Stadtverwaltung und Claudia Pohle von der Abfallberatung Handschuhe parat. Außerdem konnten sie zwischen einem großen und einem kleineren Müllsack zum Einsammeln wählen. In der Regel genügt aber der kleine Beutel. Und als Dankeschön gab’s noch eine umweltfreundliche Trinkflasche mitsamt Inhalt. „Es geht ja nicht darum, riesige Mengen aufzusammeln“, gab Mareck zu bedenken. Dafür sei die WBO zuständig und die Aktion „Super Sauber Oberhausen“ gedacht.

Und so machten sich die Teilnehmer in zwei Gruppen auf den Weg – die einen in Richtung Streichelzoo, die anderen zum großen Teich. „Bleiben Sie am Wegesrand“, gab Mareck ihnen noch mit. Am Montag, 24. Juni, 18 Uhr, gibt es eine weitere Plogging-Aktion im Kaisergarten.

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