Polizei

In Oberhausen haben die Einbrecher jetzt Hochkonjunktur

Im Advent und in der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher besonders aktiv.

Im Advent und in der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher besonders aktiv.

Foto: Nicolas Armer / picture alliance / dpa

Oberhausen.  Im Polizeipräsidium registrieren die Fahnder eine starke Steigerung der Fallzahlen im Advent. Polizei warnt die Bürger und setzt auf deren Hilfe.

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Beim jüngsten Stadtgespräch im Bert-Brecht-Haus wies Georg Bartel, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr bei der Polizei Oberhausen, darauf hin, dass die Einbruchszahlen in den letzten Jahren in Oberhausen deutlich zurückgegangen seien. Das gilt für den langfristigen Trend. Jetzt – kurz vor Weihnachten und in den dunkelsten Wochen des Jahres – steigen die Einbruchszahlen allerdings wieder deutlich an.

Die Einbrecherbanden läuten die „heiße Jahreszeit“ ein, warnt die Polizei in einer aktuellen Mitteilung. Insgesamt zwölf Einbrüche zeigten Oberhausener allein in der zurückliegenden Woche an. Besonders auffällig sei, so unterstreicht die Polizei: „Nur zwei der angezeigten Taten sind gescheitert!“

Die Einbrecherbanden befänden sich jetzt wieder im „verschärften Klau-Modus“, heißt es weiter, begünstigt zum Beispiel durch die früh einsetzende Dunkelheit. Aus dem Präsidium heißt es: „Wir halten mit reglmäßigen Streifen in den Oberhausener Wohnvierteln dagegen.“ Dass die Einbrecherbanden wie in jedem Jahr gerade in den Monaten vor und nach Weihnachten besonders oft unterwegs seien, habe man auch bei der Personalplanung berücksichtigt, um verstärkt fahnden zu können.

„Augen und Ohren offen halten!“

Zugleich setzt die Polizei auf die Hilfe der Oberhausener. Ihr Appell an die Bürgerinnen und Bürger: „Augen und Ohren offen halten!“ Wer Verdächtige in seinem eigenen Wohnviertel entdecke, solle nicht zögern, sofort die Polizei zu alarmieren: „Sprechen Sie die Verdächtigen an. Rufen Sie schnell über Notruf-110 Unterstützung! Beobachten Sie weiter und informieren unsere Kollegen über Telefon! Wir kommen sofort und klären das!“

Vorbeugung ist wichtig

Nach wie vor gilt zudem, dass Vorbeugung der beste Einbruchschutz ist, denn im Falle des Falles geben die Täter in den meisten Situationen schnell auf, wenn etwa gut gesicherte Fenster und Türen ein zügiges Eindringen in die Wohnräume verhindern. Die Polizeispezialisten sind unter 826 4511 zu erreichen und informieren über die Einbruch-Prävention kostenlos.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt zudem mit einem eigenen Förderprogramm „Einbruchschutz“ gezielt Einzelmaßnahmen zum Schutz gegen Wohnungseinbrüche.

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