Kultur

Hajo Sommers verlässt Theaterkneipe "Falstaff" in Oberhausen

Am 31. Juli beendet Hajo Sommers sein Engagement in der Theaterkneipe „Falstaff“.

Am 31. Juli beendet Hajo Sommers sein Engagement in der Theaterkneipe „Falstaff“.

Foto: WAZ FotoPool

Oberhausen.   Traurige Nachricht für alle Stammgäste: Die beliebte Theaterkneipe "Falstaff" in Oberhausen wird am 31. Juli 2013 das letzte Mal öffnen. Hajo Sommers hat den Mietvertrag nach acht Jahren gekündigt. Der Hauptgrund: Differenzen mit Intendant Peter Carp über die Ausrichtung der Gastronomie.

Das kulturelle Leben der Stadt wird sich im Sommer nachhaltig verändern: Am 31. Juli wird das „Falstaff“ zum letzten Mal öffnen. Hajo Sommers hat den Mietvertrag beim Theater nach acht Jahren gekündigt. Rund 20 feste und freie Mitarbeiter wurden bereits über das Ende ihres Arbeitsverhältnisses informiert.

„Obwohl das Falstaff zu den besser laufenden Kneipen in Oberhausen zählt, kostet uns dieser Laden Geld“, sagt Sommers. Dies habe verschiedene Gründe. „Einmal liegt das daran, wie wir das Personal bezahlen, aber auch daran, wie sich die Preise zusammensetzen.“

Differenzen mit Intendant Carp

Hauptgrund sind jedoch wohl Differenzen mit Intendant Peter Carp, welche Ausrichtung die Gastronomie haben soll. Sommers bestätigt gegenüber dieser Zeitung: „Wir sind unterschiedlicher Meinung!“

Dies sei ein wichtiger Baustein in einer Reihe von Gründen, warum die Entscheidung nun so gefallen wäre. Sommers, nebenbei Präsident des Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen, möchte sich künftig stärker auf seine Aufgaben als Betreiber des Ebertbad konzentrieren. „Wir haben im Ebertbad mit viel Mühe über viele Jahre etwas aufgebaut.“

Das gelte sicher auch für das Falstaff. „Viele haben vor acht Jahren gedacht, dass unser Konzept nicht funktioniert. Wir wollten eine Theaterkneipe, in der es nicht nur schicke weiße Tischdecken gibt. Es sollte eine Kneipe für möglichst viele verschiedene Menschen sein. Eine Kneipe für das gesamte Viertel.“

Mitarbeiter erhielten Kündigung

Dieses Konzept sei für ihn eine Kneipe, die für Ruhrgebiets-Kultur stehe. Auch ohne großen Gewinn hätte er die Kneipe daher wohl weiter betrieben. „Solange das Minus nicht zu groß geworden wäre.“

Einige Gäste haben die Kunde bereits vernommen und äußerten sich enttäuscht. Sommers: „Ich kann das absolut verstehen. Das Falstaff war auch meine Lieblingskneipe.“ Ein Nachfolger wird nun gesucht.

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