Schulranzen

Gute Tornister: Zehn Tipps für den Kauf eines Schulranzens

Augen auf beim Ranzenkauf. Bei Schultornistern gilt es einiges zu beachten.

Augen auf beim Ranzenkauf. Bei Schultornistern gilt es einiges zu beachten.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Ergonomische Form, handliche Griffe, ausreichende Polsterung, genügend Reflektoren: Was Eltern beim Kauf eines Schultornisters beachten sollten.

Mit dem Beginn eines neuen Schuljahres stehen Eltern künftiger i-Dötze vor der Qual der Wahl: Welcher Tornister ist gut? Der Ranzen muss den Kindern gefallen, er sollte aber auch ergonomisch geformt sein, um Rückenschäden zu vermeiden. Und gut sichtbar muss er auch sein. Zehn Tipps für den Kauf des Schultornisters:

Erstens: die Anprobe

Das Kind sollte verschiedene Ranzen „anprobieren“ – und zwar mit unterschiedlicher Kleidung. Mal mit T-Shirt, mal mit Pulli oder Jacke. Was nützt ein Ranzen, der im Winter zu eng wird, weil die wärmende Kleidung im Weg ist? Der Ranzen sollte maximal schulterbreit sein und verstellbare Gurte haben. Das Kind muss sich auch mit Ranzen auf dem Rücken gut bewegen können.

Zweitens: der Katzenaugen-Effekt

Es müssen genügend reflektierende und fluoreszierende Flächen vorhanden sein. Fluoreszierendes Material nimmt tagsüber die Helligkeit auf und gibt sie wieder ab, wenn es dunkel wird. Reflektoren scheinen hell, wenn Licht auf sie fällt, etwa durch die Scheinwerfer eines Autos.

Drittens: Signalfarben

Gelbe oder orangefarbene Flächen auf den Tornistern sind besonders auffällig. Das übt eine Warnwirkung auf Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer aus. Übrigens: Für die Leucht- und Warnwirkung eines Schultornisters gibt es eine eigene Norm: DIN 58124. Ranzen müssen die Norm nicht zwingend erfüllen, doch wer im Geschäft gezielt danach fragt, ist auf der sicheren Seite.

Viertens: Deckel drauf

Der Deckel eines guten Schulranzens sollte stabil sein und sich leicht mit einer Hand öffnen lassen. Er darf nicht von alleine wieder zuklappen. Kinder gehen bei Wind und Wetter zur Schule. Der Tornister muss also regendicht sein, damit die Schulbücher und Hefte nicht nass werden.

Fünftens: ein guter Stand

Ob leer oder voll – der Schulranzen sollte stehen bleiben und nicht umkippen. Das können Eltern leicht testen: einfach im Geschäft ausprobieren.

Sechstens: Stauraum

Neben dem Hauptfach für Bücher, Federmappe und Hefte sollte der Schultornister auch Taschen an den Seiten haben. Hier können Kinder Brotdose und Getränkeflasche verstauen.

Siebtens: auch auf die Rückseite achten

Ob ein Schulranzen ergonomisch geformt ist, lässt sich vor Ort im Geschäft testen: Bei der Anprobe sollte der Tornister eng am Rücken des Kindes anliegen. Die Rückseite sollte gut gepolstert sein.

Achtens: die Gurte

Damit ein Kind lange etwas vom Schulranzen hat, sollten die Gurte verstellbar sein, also „mitwachsen“. Faustregel: Gurte sollten rund vier Zentimeter breit und wie auch die Rückseite gut gepolstert sein.

Neuntens: Riemen

Eingehakte Riemen an den Gurten können praktisch sein, dürfen aber nicht zu lang sein, damit das Kind nicht stolpert, wenn es den Tornister nicht auf dem Rücken, sondern am Handgriff trägt.

Zehntens: der Griff

Mit dem Griff lässt sich der Schulranzen auch mit der Hand tragen. Er sollte gepolstert und weit genug sein, damit auch ein Elternteil bequem zugreifen kann. Wichtig: Trägt das Kind den Ranzen auf dem Rücken, darf der Griff nicht am Hals oder am Nacken scheuern.

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