Haustiere

Gerettete Hundewelpen aus Oberhausen sind in Quarantäne

Drei Welpen wurden völlig verängstigt in einem Transporter gefunden.

Drei Welpen wurden völlig verängstigt in einem Transporter gefunden.

Foto: Polizei Oberhausen

Oberhausen.   Die drei Welpen, die aus einem Transporter in Osterfeld befreit wurden, könnten Tollwut eingeschleppt haben. Nun kümmert sich das Veterinäramt.

Den drei Hundewelpen, die von der Polizei aus einem verdreckten Transporter in Osterfeld befreit worden sind, geht es nicht gut. Sie befinden sich derzeit unter strenger tierärztlicher Überwachung in Tollwut-Quarantäne. Die Hunde sollen ohne geeignete Papiere und gültige Tollwutimpfung nach Deutschland gebracht worden sein.

„Die Quarantäne geschieht zum Schutz vor Einschleppung von Tollwut, aber auch weil ‘Auslandswelpen’ häufig weitere für Tiere ansteckende und oft auch tödlich verlaufende Erkrankungen in sich tragen und eine Verschleppung hier unbedingt zu vermeiden ist“, erklärt Stadtsprecher Frank Helling auf Anfrage dieser Redaktion.

Pflegepersonal und Tierärzte kümmern sich

Tierärzte und speziell geschultes Pflegepersonal kümmern sich momentan intensiv um die kleinen Hunde. Sie sind in einer Einrichtung untergebracht, die vom Veterinäramt überwacht wird. Mit Hilfe von Laboruntersuchungen konnten die Tierärzte verschiedene Magen-Darm-Parasiten und Virusinfektionen bei den Hunden nachweisen. Auch litten diese immer noch unter Durchfall.

Welpen sind etwa acht Wochen alt

Nach Angaben der Stadt sind die drei Hunde etwa acht Wochen alt. Um welche Hunderasse es sich bei den Welpen handelt, ist aber noch nicht abschließend geklärt. Die Tierärzte gehen davon aus, dass es sich zumindest um sogenannte „Listen-Hunde“ (Mastiff, Rottweiler, etc.) handeln könnte – also jene Rassen, die nach Landesgesetzgebung als gefährlich eingestuft werden.

Bis zum siebtem Monat in Quarantäne

Ein mutiger Passant hatte am Freitag, 14. Juni, in Osterfeld Hundegebell aus einem Kleintransporter gehört und die unverschlossene Hecktür des Fahrzeugs geöffnet. Ihm bot sich darauf ein schreckliches Bild von verängstigten Junghunden, die in ihrem eigenen Kot und Urin und ohne Futter und Wasser in einer Ecke kauerten.

Polizei und Ordnungsamt befreiten die Hunde schließlich und nahmen sie in ihre Obhut. Gegen den 51-jährigen Besitzer wurde Anzeige erstattet.

Die drei Hunde müssen nun bis zum Ablauf der Quarantäne in der Einrichtung verbleiben. Frühestens ab dem siebtem Lebensmonat können sie an neue Halter vermittelt werden.

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