Online-Betrug

Falsche Polizei stellt skurrile Bußgeldforderung

Die Polizei bittet, verdächtige Mails direkt  zu melden.

Die Polizei bittet, verdächtige Mails direkt zu melden.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Oberhausen.  Die Zahlungsaufforderung für einen Tempoverstoß kommt drei Stunden bevor das Tempo überhaupt überschritten worden sein soll.

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Eine erstaunliche E-Mail erreichte am Mittwoch um 12.40 Uhr die Redaktion. Der sogenannte „Zentraldienst der Polizei“ schickte der Redaktion einen Bußgeldbescheid über einen Verstoß, der allerdings erst noch begangen werden sollte. Nämlich am selben Tag drei Stunden später. Eine persönliche Anrede fehlte in der Mail. Die Redaktion wurde demnach beschuldigt, am 19. Juni 2019 um 15.54 Uhr in Altenhofer Straße, Alt-Hohenschönhausen, die zulässige Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 14km/h übertreten zu haben. Bußgeld: 100 Euro. In der Mail treten zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler auf.

Sofort die Polizei informieren

Die Oberhausener Polizei hörte zum ersten Mal von dieser Betrugsmail. Sie rät: Wer eine solche E-Mail erhält, sollte die Polizei unter
0208-8260

darüber informieren. „Sollte eine Bankverbindung angegeben worden sein, raten wir natürlich dazu, der Zahlungsaufforderung keinesfalls nachzukommen. Sollte zum Beispiel ein Link enthalten sein, den der Betroffene anklicken soll, so könnte sich dahinter eventuell ein Virus verbergen. In dem Fall raten wir natürlich davon ab, diesen zu anzuklicken und zu öffnen“, rät eine Polizeisprecherin.

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