Essbare Stadt

„Esskultur“ an der St. Antony-Hütte erhält UN-Auszeichnung

Am Industriearchäologischen Park der St. Antony-Hütte startet 2017 das „Esskultur“-Projekt mit Langzeitarbeitslosen. Hier versorgt Michael Seifert die Hochbeete.

Am Industriearchäologischen Park der St. Antony-Hütte startet 2017 das „Esskultur“-Projekt mit Langzeitarbeitslosen. Hier versorgt Michael Seifert die Hochbeete.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt erhält der 600 Quadratmeter-Garten am Industriearchäologischen Park auch einen „Vielfalt-Baum“.

Das Projekt „Esskultur an der St. Antony-Hütte“ als gemeinsame Initiative des LVR-Industriemuseums mit der Ruhrwerkstatt wird ausgezeichnet als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“.

Die Auszeichnung wird jenen Projekten verliehen, die auf die Chancen aufmerksam machen, welche die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet. Auf einer bis dahin ungenutzten Brachfläche am Industriearchäologischen Park der St. Antony-Hütte in Klosterhardt ist seit 2016 mit der „Esskultur“ ein bemerkenswertes Projekt entwickelt worden. Als Teil des Stadtgärtnerns, angelehnt an die Idee des Oberhausener Agenda-Projektes „Essbare Stadt“ und einer seiner Ankerpunkte, fördert und gestaltet es biologische Vielfalt und sozialen Zusammenhalt.

Eine Fläche von rund 600 Quadratmetern in unmittelbarer Nähe zu den Relikten der ältesten Eisenhütte im Ruhrgebiet hat sich in einen öffentlich zugänglichen Garten verwandelt. Heute ist sie ein Ort der Entspannung, des gemeinsamen Gärtnerns und ein Fenster zur Natur, genutzt von Familien in der Nachbarschaft, jungen Leuten, Senioren und Kindergartenkindern.

Gegen den weltweiten Rückgang der Naturvielfalt

Diese Aktivitäten haben die Fachjury der UN-Dekade beeindruckt. Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält die „Esskultur an der St. Antony-Hütte“ einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Natur ist eine wichtige Voraussetzung. In Deutschland lenkt der Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ den Blick auf die Chancen, die die Natur für den sozialen Zusammenhalt bietet.

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