Tourismus

Es kommen so viele Besucher wie nie zuvor nach Oberhausen

In den Sommermonaten mit Touristen an Bord unterwegs: der Oberhausener Doppeldecker-Bus.

In den Sommermonaten mit Touristen an Bord unterwegs: der Oberhausener Doppeldecker-Bus.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Oberhausen.  Der Tourismus in der Stadt ist weiter auf Höhenflug. Laut Zahlen des Landesstatistikamtes war 2017 ein Rekordjahr für Oberhausen.

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Der Höhenflug des Oberhausener Tourismus nimmt kein Ende. Aktuelle Zahlen der NRW-Landesstatistiker belegen: Die Stadt hat erneut einen Besucherrekord geknackt. 2017 haben mit knapp 237 000 Menschen so viele Gäste Oberhausen besucht wie nie zuvor. Die Zahl der Übernachtungen ist um gut vier Prozent auf jetzt mehr als 484 000 gestiegen.

Wunsch: eine halbe Million Besucher

„Das ist eine sehr gute Entwicklung für unsere Stadt“, sagt Rainer Suhr, bei der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (OWT) für den Bereich Tourismus zuständig. Die Zahlen belegten, dass die Stadt mit der Neuansiedlung weiterer Hotels genau den richtigen Weg gehe. Ziel sei, Angebot und Nachfrage in guter Balance zu halten.

Die Bettenauslastung liegt derzeit bei rund 55 Prozent: Spitzenwert in der Region, elf Prozentpunkte über der Landeshauptstadt Düsseldorf. Und: Wichtiger als die Bettenauslastung sei die Zimmerauslastung, sagt Michael Schmitz, Marketingchef im Bereich Tourismus bei der OWT. Die werde von den Statistikern des Landes aber nicht erfasst. Nutzt ein Gast ein Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung bedeutet dies eine Bettenauslastung von 50 Prozent, jedoch eine Zimmerauslastung von 100 Prozent. Eine Daumenregel besagt: Bettenauslastung mal dem Faktor 1,5 entspricht ungefähr der Zimmerauslastung. Diese dürfte in Oberhausen also bei rund 80 Prozent liegen.

Gäste und Übernachtungszahlen steigen seit Jahren an. Woran liegt’s? „Der Gast hat viel zu sehen in Oberhausen und dem Ruhrgebiet“, sagt Michael Schmitz. Die Stadt werde als Freizeit- und Entertainment-Standort immer beliebter. Gasometer, Musicaltheater, Centro: „Attraktionen wie diese sind wahnsinnige Zugpferde.“ Zudem strahlen große Veranstaltungen und Messen in der Ruhr-Region aus; Besucher der Köln-Messe oder eines Konzertes in Düsseldorf nächtigen immer öfter in Oberhausen.

Und noch etwas erfasst die Landesstatistik nicht: Ferienwohnungen und Unterkünfte mit weniger als zehn Betten. Der Statistik zugrunde liegen die Zahlen der 25 Hotels mit mehr als zehn Betten sowie die Auslastung der 55 Camping-Stellplätze in der Stadt. Doch allein 2016 lag die Zahl der Übernachtungen im Bereich der Ferienwohnungen laut OWT-Erhebung bei rund 40 000. In der Gesamtstatistik dürfte die Zahl der Übernachtungen in Oberhausen die Marke von 500 000 bereits überschritten haben.

Doch die Wirtschafts- und Tourismusförderer sind da streng: „Wir möchten unbedingt auch offiziell die Marke von einer halben Million Übernachtungen im Jahr knacken“, sagt Michael Schmitz.

Gewerkschaft fordert mehr Fachpersonal

Die Rekordmeldung zu den Übernachtungszahlen nimmt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zum Anlass, ihrer Forderung nach mehr Fachpersonal Nachdruck zu verleihen. „Heimische Hotels und Pensionen erleben seit mehreren Jahren einen kleinen Boom“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. Davon profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen. „Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, sagt Sachtje.

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