Pandemie

Corona: Polizei Oberhausen rechnet mit weniger Einbrüchen

Sind Corona-Zeiten schwierige Zeiten für Einbrecher? Das wäre wenigstens ein positiver Nebeneffekt der derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Sind Corona-Zeiten schwierige Zeiten für Einbrecher? Das wäre wenigstens ein positiver Nebeneffekt der derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Foto: Ingo Otto / Ingo Otto / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Ordnungsdienst und Polizei kontrollieren wegen der Corona-Kontaktsperre verstärkt den öffentlichen Raum. Auch Einbrecher könnte dies abhalten.

Die Straßen sind leer und die Geschäfte geschlossen. Viele kleine Unternehmen müssen ums Überleben kämpfen. „Stay at home“ , sprich „Bleib zu Hause“ ist das Gebot der Stunde wegen der Coronavirus-Pandemie. Wenn die Wohnungen und Häuser nicht mehr leer sind, müssten dies doch harte Zeiten für Einbrecher sein. Wie beurteilt die Polizei die Situation?

Banden können sich nicht mehr unauffällig bewegen

Tom Litges, Sprecher der Polizei Oberhausen, kann sich gut vorstellen, dass die Zahl der Einbrüche in Oberhausen in der ersten Jahreshälfte rückläufig sein wird. Weil eben derzeit die meisten Menschen zu Hause sind. „Zum anderen wird es für kleine Einbrecherbanden von zwei bis drei Personen schwieriger, sich unauffällig fortzubewegen, weil die Straßen sehr viel leerer sind und die Polizei und Ordnungsämter gezielt nach Personengruppen Ausschau halten“, erklärt Litges. Zahlen, die diese Annahme bestätigen, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. In der vergangenen Woche meldete die Polizei drei Einbrüche, wovon zwei scheiterten. Doch Erfahrungsgemäß sei es ohnehin so, dass die Zahl der Einbrüche bei hellerem Frühlingswetter abnehme, erläutert der Polizeisprecher.

Polizei auf Hinweise angewiesen

Tom Litges betont außerdem, dass Hinweise der Bevölkerung momentan erwünschter und wichtiger denn je sind. „Wir setzen das Personal dort ein, wo es gebraucht wird und sind selbstverständlich auch unter den besonderen Umständen für die Menschen im Einsatz.“ Wer verdächtige Gruppen oder Personen sieht, die eventuell auch noch mit Werkzeugen ausgestattet sind, solle nicht zögern die 110 zu wählen.

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