Asian-Street-Food-Fest

Bubble Waffle und Heuschrecken beim Food-Fest in Oberhausen

Insekten kann man essen – muss man aber nicht. Auch Mehlwürmer und Heuschrecken landeten beim „Asian Street Food Festival“ an der Marina Oberhausen neben dem Centro auf den Tellern.

Insekten kann man essen – muss man aber nicht. Auch Mehlwürmer und Heuschrecken landeten beim „Asian Street Food Festival“ an der Marina Oberhausen neben dem Centro auf den Tellern.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Schlemmerfreunde der asiatischen Küche pilgerten zum Asian-Street-Food-Festival an die Marina Oberhausen. Es gab einen Hauch von Dschungelcamp.

Über Langeweile auf dem Teller konnten sich die Besucher des ersten „Asian Street Food Festivals“ an der Marina Oberhausen am Wochenende wirklich nicht beklagen: Wer den bekannten Frühlingsrollen untreu werden wollte, der konnte in mitunter unerforschte kulinarische Töpfe blicken. Als Alternative zu Fleischgerichten lagen für mutige Mägen Heuschrecken und Mehlwürmer in der Pommesschale. Ein Hauch von RTL-Dschungelcamp neben dem Centro.

Insekten auf dem Teller sind echte Protein-Bomben

Wer recht unbedarft über den Markt mit Foodtrucks und kleinen Gastro-Zelten schlenderte, der wird zwischendurch die Brillenputztücher gezückt haben. Die gemischte Insektenpfanne für 4,50 Euro. Vier Heuschrecken am Spieß für 5 Euro. „Das ist doch nicht?“, „Die kann man wirklich?“ – man kann! Liebhaber der Insektenküche schätzen schon länger die Geschmacksprobe. „Ein bisschen wie Hühnchen! Manchmal knusprig wie Kartoffelchips!“ Fans von Mehlwurm und Grille kann der Anblick, der bei anderen die Gesichtsfarbe wechseln lässt, nichts anhaben.

Fein abgeschmeckt mit Gewürzen und Knoblauch greifen Heim-Kocher auch in der eigenen Küche gerne zu. Die Insekten sind regelrechte Protein-Bomben. 100 Gramm Mehlwürmer können 45 Gramm Eiweiß in sich tragen. Zum Vergleich: Bei einem Rindersteak sind es bei der gleichen Menge rund 28 Gramm. Heuschrecken und Grillen beinhalten mitunter noch mehr Protein. Zudem betonen Insekten-Köche gerne, dass bis zu 80 Prozent der Heuschrecken verputzt werden können. Nur Fühler und Beine müssen entfernt werden.

Bubble Waffle aus Hongkong wirken wie Kunstwerke

Nun, Insekten kann man essen – muss man aber nicht! Der Insekten-Stand beim „Asian Street Food Festival“ zeigte sich in der Gesellschaft von Gerichten, die weniger Mut erforderten. Schwer angesagt ist immer noch die „Bubble Waffle“ aus Hongkong. Zwischen 4 und 7 Euro kosten die meist süßen Kunstwerke, die wegen ihrer bunten Gestaltung echte Hingucker sind.

Die Teigtasche enthält die markanten Blasen, innendrin schauen neugierige Schlemmerfreunde nach Wunsch auf eine bunte Frucht-Parade. Himbeeren und Blaubeeren, dazu eine Kugel Eis, schokoladiger Sirup – selbst Cookies wandern manchmal in die Teig-Tüte.

Die Besucher mögen es offenbar. „Kalorien zählen sollte man besser nicht, aber hin und wieder muss man sich etwas Süßes gönnen“, findet Laura Stehler, die bei der „Bubble Waffle“ keine Ersttäterin ist. In einem Fernseh-Beitrag hat sie vom heißen Hongkong-Hammer erfahren. Den taiwanischen „Bubble Tea“ mit Sirup und essbaren Perlen, der an der Marina einige Ständer weiter in die Trinkbecher fließt, lässt sie allerdings links liegen. „Sonst meckert noch mein Zuckerhaushalt!“

Mango-Lassi als milde Erfrischung bei scharfen Speisen

Getränke gibt es beim „Asian Street Food Festival“ sowieso reichlich. Der Mango-Lassi ist in Indien oder eben auch in Pakistan sehr beliebt. Der Joghurt-Drink kann mit verschiedenen Gewürzen veredelt werden und auch eine kräftigere Note erhalten. Vornehmlich wird er allerdings als milde Erfrischung zu scharfen Speisen gereicht. 4 Euro zahlen die Probierer für den orangenfarbenen Drink in der Neuen Mitte.

Auch die Japaner bringen ihre Gerichte zum Hafenbecken. In einem Gastro-Zelt liegen Fisch-Röllchen in der Auslage. Besucher blicken auf mit Reis veredelten Sushi-Happen. Mit den sanften Griffen der Essstäbchen landen die handwerklich sauber drapierten Leckerbissen schließlich auf dem Teller. Rustikaler geht es allerdings auch: Thunfisch flambiert – 5 Euro kostet die Portion!

Lange Warteschlange gibt es auch an der Bude mit Ramen-Nudeln. Hier schauen Festival-Besucher gleich auf ganze Menüs – mit Fleisch, Ei und Soße. Es gibt sie gekocht oder gedämpft – mit Gewürzen weiter veredelt. Meist gibt es das Gericht für knapp 8 Euro. Nach der Gabelprobe sind sich die Schlemmerfreunde einig: Kein Vergleich zur Instant-Variante der Ramen-Nudeln aus dem Plastikbecher. Darauf ein: Mahlzeit!

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