Energie-Projekt

Bau der Fernwärmeschiene Rhein Ruhr verzögert sich erneut

Oberirdisch verbaute Leitungen steigern Aufwand und Kosten.   

Oberirdisch verbaute Leitungen steigern Aufwand und Kosten.   

Foto: FWSRR

Bezirksregierung: Ende des Feststellungsverfahrens für das erste Halbjahr 2019 geplant. EVO will das Projekt erst danach neu bewerten.

Der Bau der geplanten Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr, die Oberhausen und die Region Moers bis Herne mit Energie versorgen soll, verzögert sich weiter. Nun rechnet die Bezirksregierung Düsseldorf damit, dass das notwendige Planfeststellungsverfahren im ersten Halbjahr 2019 beendet werden kann. Ein erster Teil des Entwurfs sei inzwischen erstellt.

Im Herbst lautete der Plan noch, das Verfahren bis Ende 2018 zu beenden. Noch deutlich früher hatte es geheißen, der Bau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr solle bereits im Jahr 2018 starten.

EVO äußert sich erstmal nicht

Die Energieversorgung Oberhausen (EVO) möchte weiterhin erst den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens abwarten, bevor sie sich näher zum Thema äußert. „Jede gegenwärtige getroffene Einschätzung bliebe Spekulation“, sagt EVO-Sprecher Daniel Mühlenfeld.

Da sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - Stichworte Energiewende und Kohleausstieg - seit der ursprünglichen Planung verändert haben, würde eine Neubewertung des Projektes erst nach Beendigung des Verfahrens erfolgen.

Über 30 Träger öffentlicher Belange beteiligt

Die lange Bearbeitungsdauer führt die Bezirksregierung auf das komplexe Verwaltungsverfahren zurück. So mussten über 30 Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. Gleichzeitig hätten Antragsunterlagen geändert werden müssen, um die Verlegung einer Gashochdruckleitung aufzunehmen, erläutert die Bezirksregierung.

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