Forschungsprojekt

AfD Oberhausen hält Gewächshaus für „ökonomischen Wahnsinn“

Ist das Dachgewächshaus, Forschungsprojekt von Umsicht, zu teuer für die Steuerzahler?

Ist das Dachgewächshaus, Forschungsprojekt von Umsicht, zu teuer für die Steuerzahler?

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Oberhausen.  Das mit mehreren Millionen Euro geförderte Dachgewächshaus in der Oberhausener City wird als Leuchtturmprojekt gefeiert. Nun gibt es Kritik.

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Die Oberhausener AfD hält das wissenschaftliche Forschungsprojekt eines gebäudeintegrierten Dachgewächshauses in der Innenstadt für Verschwendung von Steuergeldern.

Der Bund fördert den „Altmarktgarten Oberhausen“ auf dem neuen Jobcenter-Bürogebäude an der Marktstraße mit 2,3 Millionen Euro. Mit dem vom Oberhausener Fraunhofer Institut Umsicht begleiteten insgesamt 3,8 Millionen Euro teuren Projekt soll beispielhaft ausprobiert werden, wie man mehr Grün in die Stadt bringt, nachhaltig Nutzpflanzen aufzieht und die Abwärme eines Gebäudes für das Wachstum von Salat einsetzt.

In einer Pressemitteilung schreibt der AfD-Kreisverband unter der ironischen Überschrift „Da haben wir den Salat“, das Dachgewächshaus erzeuge nicht nur Baukosten in mehrfacher Millionenhöhe, sondern auch noch Folgekosten wie etwa Instandsetzung, Gartenbaumaterial und Gartenpersonal.

„Die Finanzierung trägt zum größten Teil der deutsche Steuerzahler aufgrund der Projektförderung durch das Bundesumweltministerium. Als ,Gewinn’ stellt die lokale Politikprominenz eine Jahresernte von 6000 Salatköpfen in Aussicht. Bei einem Marktpreis von 0,80 bis ein Euro pro Salatkopf wird das Projekt somit mindestens utopische 383 Jahresernten benötigen, um nur näherungsweise Kostendeckung zu erreichen!“, argumentiert Pressereferent Wolfgang Kempkes.

Die AfD Oberhausen bewerte deshalb dieses Forschungsprojekt als „ökonomischen Wahnsinn, der auch über etwaige Forschungsergebnisse des Fraunhofer Institut Umsicht keine Berechtigung findet“. Diese Verwendung von Steuermitteln sei „ökopopulistischer Selbstbetrug“. Man sei als AfD auch für nachhaltigen Umweltschutz – aber nur „im Rahmen des wirtschaftlich sinnvollen“.

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