Give-Box

Wird die letzte Give-Box in Mülheim wieder aufgebaut?

Christa Zimmermann ist eine der Patinnen, die sich um die letzte Give-Box in Mülheim gekümmert haben.

Christa Zimmermann ist eine der Patinnen, die sich um die letzte Give-Box in Mülheim gekümmert haben.

Foto: Tamara Ramos

Mülheim.   Das letzte verbleibende Büdchen vom Mülheimer Kirchenhügel ist verschwunden. Es wurde angezündet. Wie es nun weitergeht, überlegen die Paten.

Die letzte Give-Box auf dem Kirchenhügel fehlt seit wenigen Wochen. Sie war am Gründonnerstag angezündet worden und brannte ab. Die Reste haben die Paten aus der Vereinigten Evangelischen Kirchengemeinde (VEK) abgebaut. Ob das Projekt am Hagdorn erneut in Angriff genommen werden soll, wird derzeit von den Paten beraten.

Die Give-Boxen standen bereits in der Politik zur Debatte, weil sie eine Zielscheibe von Vandalismus im öffentlichen Raum sein können. Deshalb wurde an anderen Stellen auf den Wiederaufbau verzichtet. Doch auf dem Kirchenhügel lief das Projekt sehr gut. Ein Team aus mehreren Ehrenamtlichen kümmerte sich fast jeden Tag in der Woche um das kleine Büdchen, in dem Gegenstände als Geschenk für den Nächsten abgelegt werden können. Jeder darf sich dort auch bedienen, wenn ihm etwas gefällt.

Auch die Nachbarn haben auf die Give-Box geachtet

Das funktionierte, sogar die Nachbarn hatten ein Auge auf die Anlaufstelle. „Einige von ihnen haben gesagt, dass sie noch stärker drauf achten würden, wenn wir die Give-Box wieder aufstellen“, sagt VEK-Netzwerkkoordinatorin Iris Schmitt. Die Entscheidung möchte das Netzwerk bewusst den Paten überlassen, die täglich das Geschehen im Blick hatten. Kritisch betrachtet wurde das Büdchen natürlich auch, es gab aber nie große Probleme. Mal lag Müll dort, mal war die Wand beschädigt. Doch die positiven Zeiten überwogen. „Die Give-Box war stark frequentiert“, erzählt Iris Schmitt.

Nun wird intern geklärt, wie es weitergeht. Etwa, aus welchem Material eine neue Bude bestehen soll, ob womöglich eine Telefonzelle aufgestellt werden soll. Die Gemeinde würde Unterstützung geben, die auch die Diakonie zugesagt hat.

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