Wirtschaft

Voith-Fördertechnik verlässt Mülheim und zieht nach Essen

Dieser Voith-Mitarbeiter am Hauptsitz in Heidenheim poliert einen Schiffsantrieb. Schwerpunkt in Mülheim ist die Fördertechnik, der Standort zieht bald nach Essen.

Dieser Voith-Mitarbeiter am Hauptsitz in Heidenheim poliert einen Schiffsantrieb. Schwerpunkt in Mülheim ist die Fördertechnik, der Standort zieht bald nach Essen.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Mülheim.  Der Technik-Konzern Voith gibt seinen kleinen Standort in Mülheim auf. Rund 20 Beschäftigte können, wenn sie wollen, künftig in Essen arbeiten.

Von den tiefgreifenden Strukturveränderungen im Technologiekonzern Voith ist auch der kleine Standort im Mülheimer Hafengebiet betroffen. Er wird nach Essen verlegt.

An der Rheinstraße 46 ist Voith im Bereich Fördertechnik tätig, spezialisiert auf Produkte für die Bergbauindustrie. Derzeit arbeiten dort nach Unternehmensangaben etwa 20 Beschäftigte, allerdings nicht in der Produktion, sondern im kaufmännischen Bereich.

Künftig werden die Mülheimer Büros dem größeren Standort in Essen-Leithe angegliedert, etwas mehr als 20 Kilometer entfernt. Dabei soll es aber keine Kündigungen geben: „Wir wollen allen Mitarbeitern anbieten, in Essen zu arbeiten“, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Der genaue Zeitpunkt des Umzuges stehe noch nicht fest, da die Planung mit dem Betriebsrat ausgehandelt werden müsse. „Unser Ziel ist es, dies bis Ende 2020 umsetzen zu können.“

Allen Mitarbeitern sollen Arbeitsplätze in Essen angeboten werden

Das 1867 gegründete Familienunternehmen Voith mit Hauptsitz in Heidenheim (Baden-Württemberg) hat in dieser Woche angekündigt, zwei seiner Werke in Bayern und Sachsen bis Ende 2020 zu schließen, um Kosten zu sparen. „Wir wollen unsere Produktionslandschaft in Deutschland an wenigen großen Standorten neu organisieren“, so der Sprecher. Voith ist in vier Konzernbereiche untergliedert: Antriebstechnik, Wasserkraft, Maschinen für die Papierindustrie und das digitale Geschäft.

Insgesamt hat der weltweit tätige Konzern nach eigenen Angaben mehr als 19.500 Beschäftigte und erzielte zuletzt einen Umsatz von fast 4,3 Milliarden Euro.

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