Hoftrödel

Trödel auf der Mülheimer Heimaterde wird immer beliebter

Beim Hoftrödel auf der Mülheimer Heimaterde gab es am Samstag alles, was das Trödlerherz begehrt.

Beim Hoftrödel auf der Mülheimer Heimaterde gab es am Samstag alles, was das Trödlerherz begehrt.

Foto: Franz Naskrent / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Heimaterde wurde bereits zum zweiten Mal zum großen Hoftrödelmarkt. Mit 170 Ständen beteiligten sich deutlich mehr Siedler als im Vorjahr.

Buntes Treiben in der Siedlung: Am Samstag verwandelte sich die Heimaterde zum zweiten Mal in einen großen Hoftrödelmarkt. Die Straßen rund um die Kleiststraße waren dazu mit bunten Wimpeln geschmückt und bestes Spätsommerwetter lud zum Stöbern an den zahlreichen Ständen ein. Dabei gab es alles Mögliche zu erstehen, vom Pferdesattel bis hin zur Kaffeemaschine.

Beim Hoftrödel auf der Heimaterde treffen die Siedler viele alte Bekannte wieder

Ein kleines Mädchen trägt freudestrahlend eine nahezu lebensgroße Robbe über die Straße. „Ich habe sogar jemanden gesehen, der sein Motorrad verkaufen wollte“, erzählt Stefan Wirth. Er ist auf der Heimaterde aufgewachsen, nun ist er wieder dorthin zurückgezogen. Das Schön für ihn: Er trifft beim Trödel, an dem er gemeinsam mit seinen Eltern teilnimmt, auch viele Bekannte von früher wieder.

Weiter unten an der Kleiststraße sitzt Silke im Vorgarten ihrer Eltern und verkauft dort vor allem die Sachen, die ihre Kinder nicht mehr benötigen. „Mir macht das einfach Spaß, Dingen eine zweite Chance zu geben“, erklärt sie. „Ich gehe auch selbst gerne mal auf einen Trödel.“

Mit 170 Ständen beteiligten sich die Siedler am Hoftrödel – deutlich mehr als 2018

Verkauft sie ihre Sachen im Internet, bekäme sie allerdings häufig mehr Geld. „Weil die Leute da gezielter schauen und auch wissen, was man zum Beispiel für bestimmte Markenklamotten neu bezahlen würde“, sagt Silke. Sie verkauft an diesem Tag Spielzeug, aber auch Teile ihrer Buchsammlung – da ist sie jetzt ebenfalls lieber digital unterwegs.

Mit insgesamt 170 Ständen waren es nochmal deutlich mehr als bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr. „Wir können das Gebiet natürlich nicht unendlich groß machen, es muss ja alles noch zu Fuß erreichbar sein“, erklärt Organisator Andreas Scheidereiter. Das Problem sei auch, dass in den Randbezirken weniger Leute vorbeikommen.

Im nächsten Jahr gibt es wieder eine Karte im Internet – und eine für die Hand

„Die Besucher steuern eher die Bereiche an, wo es viele Stände gibt“, weiß der Scheidereiter. Wie sich die Trödelstände verteilen, konnte man auf einer Online-Karte einsehen. „Das war ein Feedback aus dem vergangenen Jahr“, so der Veranstalter. „Wir haben aber auch gemerkt, dass die Leute gerne wieder eine Karte auf Papier in der Hand hätten.“ Deshalb soll es im kommenden Jahr wohl beides geben.

Der Publikumsverkehr war laut Scheidereiter wohl etwas geringer als im ersten Jahr. Das tat der Veranstaltung allerdings keinen Abbruch. So gibt es auch schon erste Pläne für eine Fortführung im kommenden Jahr. Dann will Scheidereiter wieder mehr Werbung machen und auch die Teilnehmer dazu anregen, für den Trödel zu werben.

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