Tengelmann

Tengelmann-Tochter Trei zieht von Mülheim nach Düsseldorf

Bis Mitte 2020 wird die alte Firmenzentrale von Tengelmann in Mülheim leer gezogen.

Bis Mitte 2020 wird die alte Firmenzentrale von Tengelmann in Mülheim leer gezogen.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Tengelmann-Tochter Trei Real Estate zieht nach Düsseldorf. Für die Holding ist kein Standort in Mülheim in Sicht. Die Verhandlungen laufen.

Mit der Trei Real Estate zieht die größte Tochtergesellschaft der Tengelmann-Gruppe aus Mülheim weg. Im Frühjahr 2020 wird die Immobiliengesellschaft einen neuen Sitz in Düsseldorf direkt am Flughafen beziehen. Und auch für die Muttergesellschaft, die neue Holding Tengelmann Twenty-One, sieht es derzeit nicht nach einem Verbleib in Mülheim aus.

Standort in Mülheim bislang nicht gefunden

„Es ist nicht erfreulich, dass die Trei Real Estate aus Mülheim wegzieht“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Scholten. Überraschend sei es allerdings nicht nach den Entwicklungen der vergangenen Wochen. Laut Marketing-Chefin Ann-Kathrin Schwartz sei die Nähe zum Flughafen ausschlaggebend gewesen für den Standortwechsel, zudem sei Düsseldorf attraktiver für zukünftige Mitarbeiter.

Die Tengelmann-Gruppe hatte im Januar bekanntgegeben, die über 100 Jahre alte Firmenzentrale in Speldorf aufzugeben, und hatte ihren Tochtergesellschaften in Sachen Standortsuche freie Hand gelassen. Tengelmann Ventures ist bereits nach Essen-Rüttenscheid gezogen. Unter anderem steht noch der neue Sitz der Revisionsgesellschaft Audit mit etwa 60 Mitarbeitern aus.

Tengelmann und Stadt Mülheim sind noch in Gesprächen

Und auch für die Holding ist noch kein neuer Mülheimer Standort in Sicht. „Es sind keine Liegenschaften in Mülheim zu finden, die zeitnah bezugsfrei wären“, sagt Tengelmann-Sprecher Matthias Goldbeck auf Nachfrage. Zwar ist die neue Holding in ihrer Gründungszentrale Auf dem Dudel gemeldet, „aber das sind keine Räumlichkeiten, wie wir sie uns vorstellen, um kollaboratives Arbeiten zu ermöglichen.“ Neu bauen wolle das Unternehmen nicht.

Ist das das Aus für den Verbleib Tengelmanns in Mülheim? So weit will Goldbeck noch nicht gehen: „Wir sind immer noch in Gesprächen.“ Und auch OB Scholten sagt: „Wir werden in den nächsten Tagen wieder sprechen.“ Vor allem von der emotionalen Seite sei es wichtig, das Mutterunternehmen hier zu halten, „aber es ist schwierig, einen passenden Standort zu finden“.

Noch keine Neuigkeiten zum Wissoll-Gelände

Noch nichts Neues gibt es zur Nutzung des Wissoll-Geländes in Speldorf. Tengelmann wird das Areal bis spätestens Mitte 2020 komplett leerziehen und gegebenenfalls verkaufen. Scholten: „Wir sind eingebunden in die Vorgespräche mit den Interessenten. Wir bleiben dran.“

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