Wirtschaft

PVS Holding investiert zwölf Millionen Euro in neues Gebäude

Architekt Gabor Kovacs (v.l.), Mathias Höschel (Vorstandsvorsitzender), Dieter Ludwig (Geschäftsführer), Veit Stelte (Vorstandsmitglied), Gerd Oelsner (Geschäftsführer) und OB Ulrich Scholten vor dem neuen Gebäude der PVS in Mülheim.

Architekt Gabor Kovacs (v.l.), Mathias Höschel (Vorstandsvorsitzender), Dieter Ludwig (Geschäftsführer), Veit Stelte (Vorstandsmitglied), Gerd Oelsner (Geschäftsführer) und OB Ulrich Scholten vor dem neuen Gebäude der PVS in Mülheim.

Foto: Michael Dahlke

Mülheim.   Das neue Verwaltungsgebäude der PVS Holding wurde nun offiziell übergeben. Das Bauprojekt lief nahezu reibungslos - aus einem besonderen Grund.

6254 Quadratmeter Fläche, 9500 Tonnen Beton und 52.096 Ziegelsteine – diese Zahlen machen das neue Verwaltungsgebäude der PVS Holding an der Solinger Straße aus. Fragt man aber die Beteiligten des millionenschweren Bauprojekts, so wird schnell deutlich, dass weitaus mehr hinter dem Neubau steckt, der in „schlichter Eleganz“ gehalten ist.

Der Geschäftsführer der Privatärztlichen Verrechnungsstelle Dieter Ludwig sieht den Einzug in den Neubau als zukunftsweisend. „Auch nach 90 Jahren auf dem Markt gibt es immer noch Wachstumspotenzial“, erklärt Ludwig. Vor allem die Möglichkeiten der Digitalisierung sieht er noch nicht vollends ausgeschöpft.

170 Mitarbeiter im neuen Gebäude

Er sei aber optimistisch, dass in den nächsten Jahren in dieser Hinsicht mit großen Fortschritten zu rechnen ist: „Dann können wir die Früchte jahrelanger Arbeit ernten.“ Dass 170 der rund 350 Mitarbeiter am Mülheimer Standort des Unternehmens aus angemieteten Bürogebäuden in das neue Verwaltungsgebäude gezogen sind, stehe sinnbildlich für dieses Wachstumspotenzial. Allein in 2018 erstellte das Unternehmen 6,7 Millionen Rechnungen für Privatversicherte, das Ziel für das laufende Jahr: Diese Zahl zu überbieten.

Vor rund drei Jahren starteten die Planungen für das Projekt Neubau, wie Gerd Oelsner, ebenfalls Geschäftsführer der PVS Holding, erzählt. Die erste Sitzung des Bauausschusses fand am 18. Mai 2016 statt – seitdem hat sich viel getan: Von der Grundsteinlegung im Juni 2017 bis hin zur offiziellen Übergabe des Gebäudes durch den Essener Architekten Gabor Kovacs.

Kein Sprint, sondern ein Marathon

Für Kovacs steht fest: „Das hier war kein Sprint, sondern ein Marathon.“ Ein Marathon, so sind sich Architekt, Geschäftsführung, Bauausschuss und Vorstand einig, der von Erfolg gekrönt ist. „Sowohl der zeitliche Rahmen als auch das Budget von zwölf Millionen Euro wurden eingehalten“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Höschel. Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu, dass das in der heutigen Zeit nicht mehr allzu häufig sei. Dazu habe ein besonderer Umstand beigetragen: Alle externen Unternehmen haben ihre Leistung erbringen können – ohne Verzögerungen oder kurzfristige Absagen. Das sei, vor allem bei großen Bauprojekten, eher die Ausnahme.

Der nahezu reibungslose Ablauf habe einen „sehr kreativen, fortschrittlichen und hochprofessionellen Prozess“ sowohl im der Planungsphase als auch während des Baus gefördert, findet Vorstandsmitglied Dr. Veit Stelte und verrät: „Trotzdem gab es bei den Sitzungen des Bauausschuss auch mal hitzige Diskussionen – das war aber selten.“

>>Privatärztliche Verrechnungsstellen

(PVS) sind Dienstleister, die die Erstellung von Rechnungen für die Behandlungen von Privatpatienten vornehmen. Auch gesetzlich oder privat Versicherte gehören im Rahmen der Selbstzahlerleistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte sowie der Gebührenordnung für Zahnärzte zu den Kunden.

In Deutschland gibt es 13 regionale Privatärztliche Verrechnungsstellen, die als ärztlich geleitete Vereine oder Genossenschaften organisiert sind. Ihre Mitglieder sind niedergelassene Ärzte, Zahnärzte und leitende Krankenhausärzte. Für Mülheim ist seit 1984 die Privatärztliche Verrechnungsstelle Rhein-Ruhr zuständig.

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