Kriminalität

Kirmes: Ermittlungen zu möglichem Sexualdelikt in Mülheim

Am Rande der Saarner Kirmes soll es laut Strafanzeige am vergangenen Samstagabend zu einer sexuellen Belästigung gekommen sein.

Am Rande der Saarner Kirmes soll es laut Strafanzeige am vergangenen Samstagabend zu einer sexuellen Belästigung gekommen sein.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Erneut ermittelt die Polizei zu einem möglichen Sexualdelikt in Mülheim. Ereignet haben soll sich das Verbrechen am Rande der Saarner Kirmes.

Der Polizei liegt eine Strafanzeige wegen sexueller Belästigung im Umfeld der Saarner Kirmes vor, die über das vergangene Wochenende in der Müga stattgefunden hat. Beteiligt seien zwei Jugendliche, darunter das mutmaßliche Opfer.

Die Polizei bestätigte, relativierte am Donnerstag auf Anfrage aber auch ein Gerücht, das diese Redaktion am Mittwochabend erreicht hatte. Ein Facebook-Nutzer, dessen Profil am Donnerstag verschwunden war, hatte berichtet, dass ihm ein Sanitäter von einer Vergewaltigung am Wochenende in den „Anlieger-Gärten der Müga“ erzählt habe.

Tat soll sich am Rande des Müga-Geländes ereignet haben

Die Polizei gab der Redaktion am Donnerstagmittag Auskunft. Demnach liege eine Strafanzeige vor. Die Polizei ermittele wegen des „Anfangsverdachts der sexuellen Belästigung mit jugendlicher Beteiligung“. Die mögliche Tat habe sich am Samstagabend gegen 22.30 Uhr am Rande der Kirmes, auf dem Müga-Gelände nahe der Fährstraße ereignet.

Weitere Angaben machte die Polizei mit Hinweis auf den besonderen Schutz der zwei beteiligten Jugendlichen (männlich, weiblich) nicht. Weder zum angezeigten Tatvorwurf noch zu Alter oder Nationalität von mutmaßlichem Opfer und Täter.

Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang

Ein Sprecher der Polizei wies mit Blick auf die bundesweit diskutierte Gruppenvergewaltigung vom 5. Juli am Eppinghofer Bruch darauf hin, dass beide Fälle in keiner Weise zu vergleichen seien. Während die Polizei nach der Tat am 5. Juli schnell von einer schweren Straftat habe ausgehen müssen und mit mehr Informationen an die Öffentlichkeit gegangen sei, handele es sich beim aktuellen Ermittlungsfall um einen Anfangsverdacht.

Die Ermittlungen stehen laut Polizei ganz am Anfang. Ihr Sprecher wies darauf hin, dass in solchen Fällen immer auch die Möglichkeit bestehe, dass „am Ende eine ganz andere Geschichte herauskommt“ als in einer Strafanzeige geschildert.

Polizei: Wir können „nicht mit der Brechstange ermitteln“

Selbst bei dem aufsehenerregenden Fall vom 5. Juli sei noch von einer „möglichen Gruppenvergewaltigung“ zu sprechen, weil es Zeit brauche, die Ermittlungen und Befragungen zu einem Ende zu führen. Der Polizeisprecher verwies darauf, dass in solchen Fällen Jugendliche und Kinder „nicht sofort was sagen können, wollen, müssen“. Bei dem besonderen Schutz, den Minderjährige genießen, könne die Polizei „nicht mit der Brechstange“ ermitteln.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben