Gastronomie

„Jedermann“ läuft zäh an

Die Inhaber des Jedermann im Ringlokschuppen sind enttäuscht über den geringen Zulauf.

Die Inhaber des Jedermann im Ringlokschuppen sind enttäuscht über den geringen Zulauf.

Foto: WAZ FotoPool

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Mülheim.Das „Jedermann“ will ein Treffpunkt für viele verschiedene Menschen sein, aber längst nicht jeder findet den Weg dorthin. Die Betreiber der Gastronomie, die im Frühjahr im Ringlokschuppen eröffnete, sind enttäuscht über Zulauf und Umsatz. „Am Anfang hat das Wetter nicht so mitgespielt, aber auch im späteren Verlauf des Sommers war der Zuspruch nicht so groß wie erhofft. Nachmittags kommt einfach keiner her“, berichtet Stefan Pelzer, Pressesprecher der Jedermann GmbH.

Nachmittags kommt keiner

„Selbst an lauen Abenden war unser Biergarten nicht voll genug“, ergänzt Thomas Brinkman, der gemeinsam mit Silvia Schneider-Welskop das Inhaber-Duo stellt. Von den anfänglichen Plänen, Kneipe und Außengastronomie schon mittags zu öffnen und sogar einen Mittagstisch anzubieten, will man deshalb nun Abstand nehmen. Künftig geht es erst um 17 Uhr los - und am Montag und Dienstag bleibt das „Jedermann“ ganz zu. „An diesen Abenden läuft nicht genug. Personalkosten und Einnahmen stehen in keinem Verhältnis. Es lohnt sich nicht, aufzumachen“, so Pelzer.

Warum zu wenige Leute an den eigentlich doch so schönen Standort kommen, sei schwer zu verstehen. „Vielleicht sind wir einfach noch nicht bekannt genug“, mutmaßen die Betreiber. Festgestellt haben sie: Auch die Kulturveranstaltungen im Ringlokschuppen bringen ihnen nicht immer die einkalkulierten Gästezahlen.

"Wir denken nicht daran, wegzugehen"

Dennoch: „Wir denken nicht daran, wegzugehen. Wir müssen gucken, wie sich alles entwickelt“, sagt Brinkmann. Die Speisekarte mit gehobener Küche bleibt, wie sie ist. Am Programm hat man aber etwas gebastelt. Trotz kürzerer Öffnungszeiten will man mit neuen Veranstaltungen mehr Gäste anlocken. Den sonntäglichen Jazz-Frühschoppen mit Live-Musik (10 bis 15 Uhr) gibt es jetzt zwar nur noch ein Mal im Monat, dafür wird er zum Jazz-Brunch ausgebaut und trägt ein Motto. Beim „Oktoberfest“ am 7. Oktober werden zwei Jazzgitarristen erwartet. Das Duo „Blues Turan“ würzt Jazz-Traditionals mit Soul- und Popklängen.

Schon gestartet ist die Reihe „Celtic Note“, die an einem Freitag im Monat ab 21 Uhr ebenfalls Live-Musik - und zwar von Irish Folk-Bands - präsentiert (Eintritt frei). Ausweiten will das „Jedermann“-Team das Angebot an DJ-Abenden - jeweils am Samstag ab 22 Uhr und kostenfrei. „Das Mülheimer Volk tanzt gerne“, hat das „Jedermann“-Team festgestellt und will dazu noch mehr Gelegenheit bieten. DJ Moik legt an jedem ersten Samstag im Monat unter dem Motto „Funksensation“ Black Music, Funk/Soul, Latin, Acid- und Dancefloorjazz, R’n’B, Hip-Hop, etc. auf. Zweimal im Monat (2. und 4. Samstag) öffnet die „Tanzbar“ - gespielt wird Tanzbares aus fünf Jahrzehnten. Und: Die 80er Jahre mit ihren Chart-Hits leben immer am dritten Samstag im Monat auf.

Den kommenden Wochenenden blickt man im „Jedermann“ optimistisch entgegen, ansonsten herrscht Unsicherheit.: „Im Winter, unter der Woche - das könnte problematisch werden.“

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