Integratives Kunstfestival

Integrative Kunst soll Freilichtbühne in Mülheim verzaubern

Das „Baumgesicht“, eine Projektion der Mülheimer Künstlerin Kirsten Uecker, wird am Wochenende über der kleinen Wiese in der Freilichtbühne erstrahlen.  

Das „Baumgesicht“, eine Projektion der Mülheimer Künstlerin Kirsten Uecker, wird am Wochenende über der kleinen Wiese in der Freilichtbühne erstrahlen.  

Foto: Jürgen Diemer / Art Obscura

Mülheim.  Der Mülheimer Verein Art Obscura ist stets für Überraschungen gut: Künstler mit und ohne Behinderung setzen jetzt die Freilichtbühne in Szene.

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Am Freitag beginnt in Mülheim ein Kunstfestival unter freiem Himmel, das Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam bewerkstelligen. Unter dem Titel „Kunst.Machen.Leben“ bespielen sie vom 20. bis 22. September die Freilichtbühne an der Dimbeck - in allen möglichen Facetten.

Integrative Kunst hat hier in der Stadt seit vielen Jahren einen festen Platz. Dafür sorgt maßgeblich der Verein Art Obscura, der regelmäßig die Broicher Schloßnacht auf die Beine stellt und in jüngster Zeit auch mit Aktionen in der Innenstadt in Erscheinung getreten ist. Daher wird es auf der Freilichtbühne auch ein Wiedersehen mit bekannten Akteuren, vertrauten Gesichtern geben.

Wald aus Schattenfiguren

Das integrative Open-Air-Kunst-Festival findet am Wochenende zum zweiten Mal statt. Schauplatz bei der Premiere im Jahr 2017 war der Müga-Park. Dort machten Gert Rudolph und Heike Motikat, die den Verein Art Obscura führen, erfreuliche Erfahrungen: „Der Zuspruch war sehr gut. Es kamen auch viele Spaziergänger vorbei, die wesentlich länger geblieben sind, als sie es eigentlich vorhatten.“

So soll es am kommenden Wochenende auch in der Freilichtbühne funktionieren, wo sich Gruppen und

Einzelne kreativ austoben, die längst nicht alle aus Mülheim stammen. So ist die Formation Créahm aus Lüttich vertreten, sie stellt bunt bemalte Möbel aus. Unart, eine Gruppe aus dem Essener Franz-Sales-Haus, lässt einen Wald aus Schattenfiguren wachsen.

Das Theater Stap aus Belgien geht auf die Bühne, ebenso die Berliner Band The Beez, mit einem Sound zwischen Punkrock, Metal und Varieté, oder das Theaterlabor Hatschisi aus Potsdam, zusammengestellt von der dortigen Fliedner-Stiftung. Georg Traber, Artist und Performer aus der Schweiz, präsentiert sein „mobiles Panoptikum der letzten Unikate“ - die allerletzten Gegenstände, die noch nicht fotografiert wurden.

Inspiriert von der Umgebung in der Freilichtbühne

Im Gegensatz zum Kunstfestival vor zwei Jahren in der Müga, wo vor allem die Wiesen als Ausstellungsflächen genutzt wurden, „haben wir uns in der Freilichtbühne viel mehr von den örtlichen Gegebenheiten inspirieren lassen“, erläutert Gert Rudolph.

Die Kunstgruppe Art Obscura kleidet Baumstämme ein, spannt Schirme auf, lässt Traumfänger schweben. Kirsten Uecker lässt ihr „Baumgesicht“ leuchten, das mit Hilfe eines Overheadprojektors auf Blätter und Zweige gezeichnet wird. Rost:Licht aus Schwerte illuminiert die grün gelegene Open-Air-Arena.

Liveprogramm bis 22 Uhr abends, Installationen bis Mitternacht

Das Festivalprogramm umfasst eine Reihe von Aufführungen zu festgelegten Zeiten sowie Installationen, die durchgehend auf dem Gelände zu sehen sind. Mit Rücksicht auf die Anwohner, wie in der

Freilichtbühne üblich, endet das Liveprogramm an den Abenden um 22 Uhr.

„Kunst.Machen.Leben“ läuft vom 20. bis 22. September: Freitag und Samstag von 18 bis 24 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Den kompletten Programmflyer gibt es hier. Mit Extra-Seiten in einfacher Sprache, damit sich wirklich jeder angesprochen fühlt.

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