TÜV-Statistik

Ein Drittel der Autos in Mülheim fällt bei TÜV-Prüfung durch

Lichtkontrolle beim TÜV: Hier sind die Prüfer oft unzufrieden.

Lichtkontrolle beim TÜV: Hier sind die Prüfer oft unzufrieden.

Foto: Funke Fotoservices

Mülheim.  Laut TÜV-Statistik 2018 bekamen zwei Drittel der Autos in Mülheim sofort die Plakette. Der Rest musste vor dem zweiten Anlauf in die Werkstatt.

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Mehr als die Hälfte der Autos, die im vergangenen Jahr beim TÜV in Mülheim vorgeführt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Dies geht aus der Statistik für 2018 hervor, die der TÜV Nord jetzt veröffentlicht hat. Es gab aber auch echte Problemfälle.

Im Einzelnen sah es an der TÜV-Station an der Alexanderstraße in Heißen so aus: 52,6 Prozent der Wagen, die dort im Vorjahr gecheckt wurden, waren ohne Mängel - laut TÜV „ein durchaus erfreuliches Ergebnis“. Bei weiteren 15,1 Prozent fanden die Sachverständigen nur geringe Mängel, so dass insgesamt 67,8 Prozent sofort die TÜV-Plakette für die nächsten zwei Jahre bekamen.

Drei Autos waren völlig verkehrsunsicher

Bei 32,2 Prozent – immerhin einem Drittel der vorgeführten Autos – wurden dagegen erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden und dann zur Nachprüfung, ehe die Plakette auf das Nummernschild und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Drei Autos wurden beim TÜV in Mülheim sogar als völlig verkehrsunsicher eingestuft.

Dietmar Bley, Leiter der TÜV-Station, freut sich „über die steigende Zahl von Fahrzeugen ohne Mängel“. Er ergänzt: „Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrtantritt zur Regel wird.“ Dass darauf vielfach nicht geachtet wird, zeigt auch die Verteilung der häufigsten Mängel beim TÜV. Der Bereich „Licht, Elektrik“ liegt in der Statistik für 2018 wieder weit vorne. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel hier erneut gesunken. Auf Platz zwei der häufigsten Beanstandungen war die Umweltbelastung, gefolgt von „Achsen, Räder, Reifen“ und den Bremsen.

Häufigste Mängel betreffen Licht und Elektrik

Einige allgemeine Zahlen, die für die gesamte Region gelten, liefert der TÜV Nord noch mit: So waren die Pkw, die geprüft wurden, im Durchschnitt 9,9 Jahre alt und hatten mehr als 92.000 Kilometer auf dem Tacho. Generell ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln wieder gestiegen.

Naheliegend: Je älter die Fahrzeuge beim TÜV-Termin sind, desto höher ist die Anteil derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Im Vorjahr war es so: Von den dreijährigen Autos wiesen nur 6,1 Prozent erhebliche Mängel auf, bei den fünfjährigen waren es schon 10,6 Prozent, bei den elfjährigen Wagen mussten 30,9 Prozent in die Werkstatt.

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