Müllabfuhr

Systemumstellung bei der Müllabfuhr Neukirchen-Vluyn kommt

Einige Tonnen werden ausgetauscht. Symbolbild.

Einige Tonnen werden ausgetauscht. Symbolbild.

Foto: Thomas Gödde / FFS

Neukirchen-Vluyn.  Die Aktivitäten zur Umstellung des Abfuhrsystems in Neukirchen-Vluyn gehen in die Zielgeraden. Einige Unklarheiten gibt es weiter bei den Kosten.

Die Planungen und Aktivitäten zur Umstellung der Müllabfuhr gehen in die Zielgeraden. Ab Januar 2020 wird statt des bisherigen Zählsystems im Stadtgebiet auf eine feste zwei- oder vierwöchige Leerung umgestellt. Die Stadt hatte die Vergabe europaweit ausschreiben müssen. Insgesamt haben sich sechs Firmen am Verfahren beteiligt.

Das Resultat des Auswahlprozesses: „Die Sammlung und der Transport kommunaler Abfälle wird auch künftig durch die Firma Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG erfolgen.“ Das teilt die Verwaltung am späten Dienstagnachmittag auf Anfrage der Redaktion mit.

Nach NRZ-Informationen soll das aktuelle Angebot teurer sein als das bisherige. Die Stadt argumentiert diesbezüglich damit, dass im neuen Grundpreis mehr Leistungen enthalten seien als bisher. Und weiter heißt es: „Die Stadt Neukirchen-Vluyn strebt an, die Grundgebühr in einem ähnlichen Kostenrahmen wie bisher zu halten.“

Die Politik hatte im vergangenen Jahr fraktionsübergreifend betont, dass die Umstellung nicht zu Kostensteigerungen bei den Bürgerinnen und Bürgern führen dürfe. Um das deutlich zu machen, war seinerzeit in einer Verwaltungsvorlage aus dem Teilsatz „dass die Systemumstellung nicht zu drastischen Gebührenerhöhungen führt“ das Wort „drastisch“ gestrichen worden.

Laut Stadt können „die Mehrkosten für das Einsammeln und den Transport“ voraussichtlich kompensiert werden. Womöglich könnte die Hoffnung darauf gründen, dass die Abfallverbrennungsanlage Asdonkshof bis 2021 weitgehend abgeschrieben sein soll.

Im vergangenen Jahr hatte es eine Befragung zum „Mengengerüst“ gegeben, was wichtig für die Ausschreibung war. Hieß: Eigentümer von Grundstücken wurden nach Präferenzen für die Tonnengröße und den künftigen Abfuhrrhythmus befragt.

Das hatte zum Teil für Irritationen gesorgt, da Eigentümern nicht klar war, mit welchen Kosten für welche Tonnengröße zu rechnen sei.

Wie es jetzt vonseiten der Stadt heißt, sei die Gebührenbedarfsberechnung derzeit in Arbeit und werde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch, 27. November, vorgestellt.

Einige der sich derzeit im Einsatz befindlichen Mülltonnen können ab Januar nicht mehr benutzt werden. In der Zeit von Montag, 4. November, bis Dienstag, 17. Dezember, werden deswegen neue Restmüllbehälter ausgeliefert. Behälter, die mit einem zweiwöchentlichen Abfuhrrhythmus beantragt worden sind, haben einen roten Deckel. Im Januar werden die überzähligen Tonnen leer eingesammelt.

Die Stadt weist in ihrer Antwort darauf hin, dass die neu aufgestellten Behälter erst ab Januar genutzt werden können. „Die letzte Leerung der alten Behälter ist am 27. Dezember möglich“, heißt es.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben