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Start der Bauarbeiten an der neuen Edeka-Zentrale in Moers

So soll das Verwaltungsgebäude am Edeka-Platz in Moers aussehen.

So soll das Verwaltungsgebäude am Edeka-Platz in Moers aussehen.

Foto: Grafik: Edeka Rhein-Ruhr

Moers.  In Moers haben die Bauarbeiten für die neue Edeka-Zentrale an der Rheinberger Straße begonnen. Das E-Center wird ein riesiges Sortiment haben.

Das Wort fiel in jeder Rede: „Endlich“, und zwar stets mit einem deutlich hörbaren Ausrufungszeichen: „Endlich!“ Bürgermeister Christoph Fleischhauer steuerte noch eine Kunstpause bei: „End-lich geht es los!“ Tatsächlich hat es von der ersten Idee bis zum ersten offiziellen Spatenstich am Freitagmittag zehn Jahre gedauert. Jetzt ist der Acker an der Rheinberger Straße eine Baustelle, denn die Arbeiten für die neue Zentrale von Edeka Rhein-Ruhr in Utfort haben begonnen. Für sie ist übrigens deutlich weniger Zeit veranschlagt als für die Planungsphase: 18 Monate.

Die Handelsgesellschaft Edeka Rhein-Ruhr hat seit fast 50 Jahren ihre Zentrale an der Chemnitzer Straße. Hinzu kommen weitere Standorte, auf die die rund 700 Mitarbeiter verteilt sind. Für sie soll an der Rheinberger Straße eine gemeinsame Verwaltung entstehen mit modernen und attraktiven Arbeitsplätzen. „So arbeiten wir künftig direkter zusammen und können uns einfacher austauschen“, sagte Edeka-Geschäftsführer Peter Wagener vor gut hundert Gästen.

100 Millionen Euro verbaut das Unternehmen am künftigen Edeka-Platz in Utfort. Neben dem Bürogebäude lässt Edeka auf der Gesamtfläche – so groß wie 17 Fußballfelder – ein komplettes Nahversorgungszentrum mit E-Center, Trinkgut und Flächen für bevorzugt lokale Geschäfte und Dienstleister errichten.

Es soll kein reiner Luxus-Supermarkt werden

Die Betreiber des E-Centers und des Trinkguts, die beim ersten Spatenstich ebenfalls zur Schüppe griffen, sind in Moers alles andere als unbekannt: Brigitte und Pascal Gerdes gehört unter anderem der Edeka-Supermarkt in Rheinkamp. Mutter und Sohn reisen derzeit viel durch Europa, um sich besondere Bedienungstheken oder Gastronomie-Ideen zu informieren. „Das E-Center wird eine tolle Herausforderung“, zeigt sich Pascal Gerdes sicher.

Tatsächlich wird der Markt andere Dimensionen haben. So wird die Verkaufsfläche rund 3500 Quadratmeter groß sein, das Sortiment wird mehr als 35.0000 verschiedene Artikel – nahezu ausschließlich Lebensmittel – umfassen. Zum Vergleich: Üblicherweise bieten Edeka-Märkte auf 1500 Quadratmetern rund 15.000 Artikel an. Ein reiner Luxus-Supermarkt werde es aber nicht, verspricht Brigitte Gerdes. Man werde das komplette Edeka-Sortiment führen bis hin zu den Eigenmarken. Etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will Pascal Gerdes beschäftigen.

Bürgermeister Christoph Fleischhauer freute sich ebenfalls über den offiziellen Startschuss: „Edeka investiert nicht nur in die eigene Zukunft, sondern ein großes Stück auch in die Zukunft der Stadt Moers. Der Standort wird durch das Projekt gestärkt und ausgebaut.“

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