Ernst-Moritz-Arndt-Straße

Neukirchen-Vluyn: Tätowierer zieht in frühere Bäckerei-Räume

Ein Tattoo-Studio befindet sich jetzt in den früheren Räumen der Bäckerei an der Max-von-Schenkenberg-Straße in Neukirchen-Vluyn.

Ein Tattoo-Studio befindet sich jetzt in den früheren Räumen der Bäckerei an der Max-von-Schenkenberg-Straße in Neukirchen-Vluyn.

Foto: Michael Kleinrensing / WP

Neukirchen-Vluyn.  In die seit einem Jahr leer stehenden Räume der Bäckerei an der Max-von-Schenkenberg-Straße in Neukirchen-Vluyn ist ein Tätowierer eingezogen.

Zumindest ein Leerstand an der Max-von-Schenkenberg-Straße ist beseitigt. In die ehemaligen Räume der Bäckerei ist ein Tätowierer eingezogen, bestätigte jetzt die Wirtschaftsförderin Ulrike Reichelt auf Nachfrage im Ausschuss für Stadtentwicklung.

Mehr als ein Jahr sei nach einem Bäckereibetrieb für das Ladenlokal gesucht worden – vergeblich. Tattoo-Studio statt Bäckerei – Reichelt nimmt’s pragmatisch: „Besser als Leerstand“, kommentierte sie. Den aktuellen Sachstand zur Wiederbelebung der Ernst-Moritz-Arndt-Straße und des gesamten Barbara-Viertels legte die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Ausschusses vor. Zusammengefasst: Die Stadt arbeitet mit der Hochschule Düsseldorf zusammen, um Nutzungsalternativen für die ehemaligen Shell- und Edeka-Flächen zu finden. Die Ergebnisse sollen im April vorgestellt werden.

Bis Ende Februar soll eine Sanierungsstudie für das Viertel entstehen

Seit Oktober 2019 untersucht das „Institut für lebenswerte und umweltgerechte Stadtentwicklung“, kurz: IN-LUST, Aspekte des Neukirchen-Vluyner Quartiers. Gebäudeanalysen und die Frage, wie die Edeka-Immobilie genutzt werden kann, stehen im Fokus. Ideen sollen in Gruppen erarbeitet, geprüft und im Rathaus präsentiert werden.

Auch Nutzungspotenziale für erneuerbare Energien werden in einer energetischen Bestandsaufnahme analysiert. Außerdem soll bis Ende Februar eine Sanierungsstudie für das Viertel entstehen. Aufbauend auf eine Sozialraumanalyse von 2017, soll die Hochschule Handlungsempfehlungen zu Beteiligungsstrategien geben.

Politik soll an Lösungssuche mehr beteiligt werden

In der Diskussion über die bisherige Entwicklung des Barbara-Viertels gab es von Seiten der SPD gemischte Reaktionen. Günter Zeller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, kritisierte eine aus seiner Sicht falsche Schwerpunktsetzung: Es gehe nicht darum, energetische Aspekte zu analysieren, sondern Wege für eine höhere Attraktivität des Quartiers zu finden, sagte Zeller. Richard Stanczyk (SPD) ist der Meinung, die Politik sei zu wenig beteiligt an der Suche nach Lösungen für das Viertel. Dies, so Stanczyk, müsse sich ändern. Wie Ulrike Reichelt mitteilte, wird sich der Stadtmarketing-Arbeitskreis Vluyn ebenfalls mit den Thema befassen.

Reichelt berichtete zudem, dass am früheren Edeka-Gebäude die Fensterfront zur Ernst-Moritz-Arndt-Straße erneuert worden ist. Der Eigentümer, die Gesellschaft für werthaltiges Bauen Services, habe auch zwei Eingänge erschlossen, so dass der untere Gebäudeteil für Büros genutzt werden könne. Die Wohnungen oben seien saniert und könnten bald vermietet werden.

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