Neujahrskonzert Moers

Neujahrskonzert in Moers begrüßt das Jahr 2020 mit Fanfaren

Freuen sich auf das Konzert:  (von links) Trompeter Stefan Krämer (Enni), Heiko Mathias Förster und Guido Lohmann (Volksbank).

Freuen sich auf das Konzert: (von links) Trompeter Stefan Krämer (Enni), Heiko Mathias Förster und Guido Lohmann (Volksbank).

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Moers.  Erneut werden Heiko M. Förster und sein Orchester mit Musik und Geschichten in der Eventhalle gastieren. Der Vorverkauf startet jetzt

Man kann es durchaus so sagen: Das Neujahrskonzert in Moers hat sich innerhalb kürzester Zeit zum kulturellen Magneten entwickelt. Seit 2017 war die Eventhalle am Solimare mit rund 1200 Besuchern jedesmal ausverkauft, wenn Heiko Mathias Förster den Taktstock bewegte. Und so dürfte es auch diesmal wieder sein, wenn der Dirigent am 1. Januar 2020 zum mittlerweile vierten Mal in Moers gastiert und zum zweiten Mal mit seiner Königlichen Prager Philharmonie klassische Musik bietet, die er mit unterhaltsamen Anekdoten garniert. Gestern stellte der Dirigent gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Konrad Göke sowie Enni-Geschäftsführer Stefan Krämer und Volksbank-Chef Guido Lohmann als Hauptsponsoren das Programm vor.

Der vierfache Strauss

Unter dem Titel „Fanfaren-Klänge“ lassen Förster und 75 Musiker am 1. Januar Werke von Beethoven,

Händel, Strauss, Strauss, Strauss und Strauss (Johann sen., Johann jr., Josef und Eduard) sowie von Rossini, Lehár, Hellmesberger jr. und Ivanovici erklingen. Die verschiedenen Märsche, Ouvertüren und Walzer stecken den rund zweistündigen musikalischen Rahmen ab, den Förster mit unterhaltsamen Geschichten füllt. Zum Beispiel, dass Beethoven seine Sinfonie Nr. 3 „Eroica-Scherzo“ ursprünglich Napoleon widmen wollte. Nachdem dieser sich aber 1804 zum Kaiser gekrönt hatte, wandte sich Beethoven enttäuscht ab und widmete das Stück stattdessen dem Fürsten Lobkowitz. Oder, dass Urheberrechte zur damaligen Zeit keine Rolle spielten. So habe Johann Strauss sen. in seinen Sperl-Galopp die Ouvertüre aus Rossinis Wilhelm Tell eingearbeitet. Solch musikalischer Klau sei damals gang und gäbe gewesen, erzählt Förster bei der Vorstellung. „Ich könnte Ihnen ohne Probleme 80 Werke nachweisen.“

Der Wechsel zwischen Musik und Erzählung macht es aus

Gerade diese Mischung, der Wechsel zwischen Musik und Erzählung, mache die Konzerte Försters in Moers zu einem „Top-Ereignis“, findet der künstlerische Leiter, Konrad Göke. Zwischen ihm und dem international erfolgreichen Dirigenten besteht eine langjährige Freundschaft. Deshalb habe er auch keine Sekunde gezögert, als „Konrad“ 2016 wegen eines Neujahrskonzertes bei ihm angefragt habe: „Ich habe sofort ja gesagt“, sagt Heiko Mathias Förster. Und auch in diesem Jahr habe er nicht absagen können. Und das, obwohl der Dirigent gerade am Jahresanfang nicht unter Arbeitsmangel leidet. Am 1. Januar tritt er mit seinem Orchester in Moers auf, am 10. Januar ist er in Dresden. Dazwischen hat er noch acht weitere Konzerttermine, unter anderem in Zürich und in Bregenz.

>>>INFO

Der Vorverkauf startet am heutigen Samstag. Karten gibt es für den Preis von 24,50 bis 39,50 Euro in den Enni-Kundenzentren, der Volksbank, bei Moers-Marketing oder unter www.adticket.de erhältlich

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