Schützenfest

Neuer Stadtschützenkönig für die Kamp-Lintforter Schützen

Mit musikalischer Unterstützung des Spielmanns- und Gardemusikzugs Blau-Weiß Moers-Asberg 1923 geht es über die Moerser Straße zum Prinzenplatz.

Mit musikalischer Unterstützung des Spielmanns- und Gardemusikzugs Blau-Weiß Moers-Asberg 1923 geht es über die Moerser Straße zum Prinzenplatz.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Markus Nothofer ist der neue Stadtschützenkönig in Kamp-Lintfort. Beim Stadtschützenfest gab es auch etliche Angebote für den Nachwuchs.

Markus Nothofer ist der neue Stadtschützenkönig in Kamp-Lintfort. Er hat den Vogel am Samstag abgeschossen. An jenem Tag haben die Kamp-Lintforter Schützen ihr Stadtschützenfest gefeiert. Ganz traditionell hieß es wieder „Gut Schuss!“, alle acht örtlichen Schützenvereine und Bruderschaften waren an den Schießstand getreten, um ihr neues Schützenoberhaupt zu ermitteln. Bevor sich die Könige und Königinnen in Position brachten, trafen sich die Königspaare vor dem EK3 an der Moerser Straße. Die Mitglieder ließen die großen Schützenfahnen wehen, als sie zum Prinzenplatz marschierten. „In diesem Jahr blicken wir auf eine 32-jährige Festtradition zurück“, sagte Stefan Angenvorth, zweiter Vorsitzender der Initiative Stadtschützenfest. Alles hatte 1988 am Kirmesplatz begonnen. Nun feiert man seit sechs Jahren auf dem Prinzenplatz.

Beim Festumzug versammelten sich mehr als 150 Schützen, als die traditionellen drei Böllerschüsse das Startsignal gaben. Begleitet vom Xantener Bundesspielmannszug St. Viktor zogen die Schützen durch die Stadt. Viele Leute öffneten ihre Fenster und blieben stehen, um der Musik zu lauschen.

Am Prinzenplatz angekommen wartete der von Heinz Olfen gefertigte Holzvogel. Dieser musste von der Stange geholt werden, um die Schützenkönigin Stefanie Poth abzulösen. „Es war eine tolle Zeit als Schützenkönigin“, sagte Poth. Ihr Verein St. Bernhardus Rossenray habe sie tatkräftig unterstützt. Poth folgte im vergangenen Jahr auf Hans Dieter Krausner.

Damit nahm sie die weibliche Regentschaft auf, denn vor Krausner gab es zwei Schützenköniginnen in Folge. Ob es wieder eine Frau wird? Mit Luftarmbrust und Bolzen schossen die Schützen auf den 8,50 Meter entfernten Vogel. Mit dem Ehrenschuss probierte sich auch Bürgermeister Christoph Landscheidt als Schütze. Am Nachmittag standen die Preisträger fest: Siegfried Junge (Kopf, Eintracht Bönninghardt Vierquartieren), Adolf Dormann (rechter Vogelflügel, St. Bernhardus Bruderschaft Rossenray), Dieter Kirmse (linker Vogelflügel, St. Johannes Nepomuk Alt-Lintfort), Monika Schmidt (rechte Vogelkralle, St. Sebastianus Camperbruch), Rafal Zukowski (linke Vogelkralle, Eintracht Altfeld-Saalhoff), Miriam Schliffke (Vogelschwanz, Freischütz Kamperbruch).

Um 18.03 Uhr dann die Nachricht: Markus Nothofer ist der neue Stadtschützenkönig. Mit dem 246. Schuss schoss er den Rumpf ab und holte den Holzvogel von der Stange. Nothofer ist Mitglied der St. Michael Schützenbruderschaft Saalhof. Willi Gelen, Vorsitzender der Initiative Stadtschützenfest, und Kulturdezernent Christoph Müllmann inthronisierten Nothofer. Glücklich nahm er die königliche Kette und den Lorbeerkranz entgegen.

Neben dem spannenden Schusswettkampf zeigten die jungen Fahnenschwenker ihr Können. Auch das Laserschießen für Kinder ab zehn Jahren kam hervorragend an und begeisterte den Nachwuchs für den geselligen Schützensport.

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