Ausstellung

Kamp-Lintforter Galerie zeigt Skulpturen aus Gummischläuchen

 Ariane Koch.

Ariane Koch.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Künstlerin Ariane Koch versucht, den Blick fürs Ungewöhnliche im Alltag zu finden. Das findet sich auch in ihren Arbeiten wieder.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein Gummischlauch ist für Ariane Koch weit mehr als ein einfacher Gebrauchsgegenstand. Aus den schlichten, schwarzen Schläuchen formt sie skulpturale Körper. Rund, eckig, mal hängt tentakelartig ein Schlauch heraus, mal sind sie zu einem Objekt fest verwoben. Jede Skulptur bietet Spielraum für eigene Interpretationen. So ist die Kunst von Ariane Koch. „Ich mag es, mit haptischen Materialien zu arbeiten“, sagt sie. Gut 40 Arbeiten, darunter eben solche Kunstkörper aus Gummi, menschenähnliche Skulpturen und quadratischen Streifenarbeiten stellt Koch in der Galerie Schürmann (Moerser Straße 252) aus.

Am Freitagabend eröffnet die Künstlerin ihre Ausstellung „Material: Tubes, Stripes, Light“ mit einer Vernissage um 19 Uhr. Einen starken Kontrast zu den tiefschwarzen Gummiobjekten bilden die quadratischen Arbeiten aus der Serie „Stripes“, zu Deutsch „Streifen“, die an den Wänden hängen. Für diese trägt Koch mehrere Schichten farbiger Tapes und Hölzer sowie Harz auf einer gemalten oder collagierten Fläche auf und schleift sie, bis komplexe, geometrische Strukturen mit einer hochglänzend lackierten Oberfläche entstehen.

Der Kosmos im Kopf

Inspiration für diese Kunstwerke sind Reisen, die die Künstlerin unternommen hat. Ein Bild mit bunten Längsstreifen soll ihren Aufenthalt in Trinidad widerspiegeln. Direkt daneben hängt eine Arbeit in verschiedenen Grüntönen. So empfand Koch ihre Reise nach Thailand. Einige „Stripes“-Motive erweiterte sie zu Leuchtobjekten, indem sie kleine Lampen verbaute. Mitten im Raum steht „Der Kosmos im Kopf“. Die Figur ähnelt vom Körper her einer kleinen Schaufensterpuppe, allerdings ziert eine große orangefarbene Kugel anstatt eines gewöhnlichen Kopfes den Bereich oberhalb des Halses. „Das ist meine Lieblingsarbeit, die hier jetzt ausgestellt wird“, so Koch.

Für die gebürtige Bielefelderin ist Kunst eine Art der Meditation, ein Prozess der sich entwickelt. Zwischen wenigen Wochen bis hin zu einem Jahr benötigt sie für ein Kunstwerk. Die Suche nach den existenziellen und verborgenen Kräften ist ein wesentlicher thematischer Strang in ihren Werken. Ariane Koch versucht, den Blick fürs Ungewöhnliche im Alltäglichen zu finden.

Die Kunstwerke sind bis zum 14. Dezember zu den Öffnungszeiten der Galerie mittwochs bis freitags 9.30 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr zu sehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben