Stadtentwicklung

Initiativkreis Moers bezieht Stellung zu Plänen für die City

Die Moerser Innenstadt.

Die Moerser Innenstadt.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Moers.  Im Mittelpunkt der Kritik stehen die Sperrung des Neuen Walls für Autos und die Pläne für den Kastellplatz. Der Kreis hat eine klare Meinung.

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Der Initiativkreis Moers mischt sich in die Entwicklung der Innenstadt ein. Für die Planungen der Stadt findet der Vorstand deutlich Worte. Es geht vor allem um die Planungen am Neuen Wall und am Kastellplatz.

Der Vorstand des Initiativkreises Moers besteht aus Guido Lohmann (Vorstandsvorsitzender Volksbank Niederrhein), Andreas Braun (Mode- und Sportcenter), Elmar Welling (Hotelier) und Günter Bode (Kreishandwerksmeister). „Wir sind aktiv für Moers, wir mischen uns ein und wir beziehen Position“, heißt es auf der Internetseite des Initiativkreises, und genau das passiert jetzt. Gesprochen habe man mit dem Bündnis für Moers (SPD, Gründe, Grafschafter) und der CDU. Dazu habe man externen Rat durch ein Düsseldorfer Verkehrsplanungsbüro eingeholt. Das geht aus einer Mitteilung vom Freitag hervor. Danach steht für den Initiativkreis fest: „Die komplette Sperrung des Neuen Walls für den Individualverkehr halten wir keineswegs für zwingend erforderlich.“ Genau dies sähen entsprechende Planungen der Stadt jedoch vor.

Zwei Gruppen wären besonders von der Sperrung betroffen

Laut Mitteilung würden von der Sperrung des Neuen Walls zwei Gruppen besonders betroffen sein: „Leidtragende hiervon wäre alle Innenstadtbesucher und in besonderem Maß der Moerser Einzelhandel. Wir fordern daher, schon jetzt die finanziellen Mittel haushalterisch zu berücksichtigen, die ein leistungsfähiges Verkehrsleitsystem erfordert.“

Planungsdezernent Thorsten Kamp hatte schon vor zwei Jahren Pläne für den Königlichen Hof vorgestellt, nach denen der öffentliche Nahverkehr auf den Neuen Wall verlegt werden soll. Der jetzige Zentrale Omnibusbahnhof soll für Passanten wieder voll zugänglich werden. Damit ist der Initiativkreis auch einverstanden, wie aus der Mitteilung vom Freitag hervorgeht.

Klare Vorstellungen haben Lohmann, Welling und Bode auch zu den vor einem Jahr vorgestellten Planungen rund ums Kastell. Hier soll nach dem Willen von Bürgermeister Christoph Fleischhauer, SPD, CDU, Grünen, Grafschaftern und Pro Kultur und Stadtentwicklung eine große Tiefgarage entstehen und die alte Bügeleisen-Bebauung aus der 1960er Jahren wieder hergestellt werden. Der Initiativkreis: „Da wir es betriebswirtschaftlich für nahezu unmöglich halten, die politischen Pläne eines Tiefgaragenbaus am Kastellplatz realisieren zu können, empfehlen wir den politisch Handelnden, sich von diesem Wunschdenken ebenso zu verabschieden wie von einer Wiederbelebung des Bügeleisens auf dem Kastellplatz.“

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