Kindertagesstätte

In Kamp-Lintfort planen Kinder ihr eigenes Kita-Sommerfest

Bei den Seifenblasen haben die Kinder den Erwachsenen gezeigt, wie es geht.

Bei den Seifenblasen haben die Kinder den Erwachsenen gezeigt, wie es geht.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Das Programm fürs Sommerfest der Kindertagesstätte Tausendfüßler haben die Kinder geplant. Das hat Auswirkungen auf das kulinarische Angebot.

Viele Eltern kennen das Szenario bestimmt: Der nächste Kindergeburtstag oder die Gartenparty mit Programm für die Kleinen steht an, doch so richtig zündet die geplante Bespaßung bei den Kindern nicht. Beim diesjährigen Sommerfest der Kamp-Lintforter Kindertagesstätte Tausendfüßler am Samstag haben die Kinder diese Aufgabe deshalb einfach selbst in die Hand genommen und entschieden, was sie an diesem Tag machen wollen.

Natürlich mussten sie sich dabei nicht um die Organisation kümmern.

Das übernahmen die Erzieher der Einrichtung. Die Kids gaben aber die Richtung vor. Es war das zweite Mal, dass das Sommerfest ein Fest von Kindern für Kinder war. „Uns ist es wichtig, den Kindern so früh wie möglich beizubringen, dass sie dazugehören und ihre Meinung zählt“, erklärte Kita-Leiterin Heike Spilut.

Schon bei der Fusion war die Meinung der Kinder gefragt

Als die Kindergärten Zwergenland und Tausendfüßler vor gut zwei Jahren fusionierten durften die Kids schon Spiel-Vorschläge fürs Eröffnungsfest machen. Damals waren die Kinder aber nur die Ideengeber, die finale Entscheidung über die Aktionen trafen die Erwachsenen. Das war dieses Mal anders. Alle Kinder haben zunächst das gemalt, was sie gerne beim Sommerfest machen würden. Kinderschminken, basteln oder ein Zauberer waren nur einige der Ideen. Diese wurden gesammelt.

Danach durfte jeder mit Klebepunkten seinen Favoriten markieren. Von 13 Vorschlägen wurden neun umgesetzt. „Die Hüpfburg hatte haushoch gewonnen“, sagte Spilut. Wie beliebt diese wirklich war, zeigte sich am Samstag: Auf der Hüpfburg herrschte Dauerbetrieb. Andere Sachen, wie das Bastelangebot, schieden aus. Dafür gab es nur drei Stimmen. 131 Kinder durften bei der Abstimmung mitmachen.

Es gibt wahre Experten in Sachen Seifenblasen

Und auch das Essen wurde nach diesem Prinzip gewählt: „Wir hätten uns natürlich durchaus eine gesündere Ernährung gewünscht, aber die Kinder hatten die Wahl. Und bei so einem Fest muss es auch Ausnahmen geben“, sagte Spilut mit einem Augenzwinkern. Ihr Team bereitete frische Pommes zu. Es gab Kuchen und ein paar Süßigkeiten. Beliebt war auch der Seifenblasen-Stand. Hier konnten riesige Seifenblasen gemacht werden. Einige Eltern sahen da ganz schön alt aus. Ihre Kinder zeigten ihnen, wie das richtig geht, und die Seifenblasen nicht nach zwei oder drei Sekunden zerplatzen. Ein Luftballonkünstler formte Wunschtiere, und es gab eine Zaubershow.

„Es macht richtig Spaß. Ich war schon auf der Hüpfburg“, sagte Benjamin. Seine Mutter zeigte sich vom Fest ebenfalls begeistert. „Es ist hervorragend und interessant zu sehen, was die Kinder gerne machen wollen.“

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