Kamper Nacht

Gute Stimmung bei der 9. Kamper Nacht in Kamp-Lintfort

Hier auf der Bühne bei der Kamper Nacht: Schülerinnen und Schüler der Musikschule Kamp-Lintfort.

Hier auf der Bühne bei der Kamper Nacht: Schülerinnen und Schüler der Musikschule Kamp-Lintfort.

Foto: Gerd Hermann / FFS FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Mehr als 2000 Zuhörer sind in den Terrassengarten am Kloster Kamp gekommen. Die Kamper Nacht ist immer etwas ganz Besonderes im Kulturkalender.

Laut bejubelt von über 2000 Zuschauern stiegen Raketen und bunte Fontänen in den nächtlichen Himmel über dem Kamper Klosterberg, formten wirbelnde Kreise und vielfarbige Pyramiden, während bengalisches Feuer die Gartenterrassen magisch beleuchtete. Und dies alles synchron zum gut 20 Minuten dauernden 4. Satz der 5. Sinfonie von Peter Tschaikowsky.

Das musikalische Höhenfeuerwerk war der krönende Abschluss der „Kamper Nacht“, die am Samstag bereits zum neunten Mal im malerischen Terrassengarten am Kloster Kamp gefeiert wurde.

Das Event hat Zugkraft

„Ein Open-Air-Event mit überregionaler Zugkraft, das dank dem einzigartigen Ambiente, der passenden Musik dem Synchron-Feuerwerk und dem bürgernahen Konzept quasi ein Gesamtkunstwerk darstellt“, erklärte Kulturdezernent Dr. Christoph Müllmann stolz den nachhaltigen Publikumserfolg. Eine Veranstaltung, die allerdings nur durch die finanzielle Unterstützung vieler Kamp-Lintforter Unternehmen möglich wird. Diesmal hieß das Motto „L’Amour et la Musique“.

In Wort und Ton setzten es die Niederrheinischen Sinfoniker aus Krefeld/Mönchengladbach und vier Gesangssolisten unter der Leitung von Generalmusikdirektor Mihkel Kütson um.

Den fröhlichen Auftakt machte aber ein von Guiseppe Mautone geleitetes Kinder- und Jugendorchester aus 45 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Kamp-Lintfort, das bereits viel Beifall fand. Im Hauptteil des Abends boten die Sinfoniker ein klassisches Musikprogramm, das von Ballett- über Filmmusik und Gitarrenkonzert bis zu bekannten Opern- und Operetten reichte.

Dabei war der Höhepunkt des ersten Teils zweifellos das Concerto d‘Aranjuez des spanischen Gitarristen Joaquin Rodrigo, das der ehemalige Kamp-Lintforter Musikschüler Jan Christopher Heßling auf der Gitarre zusammen mit dem Orchester spielte. Dem Motto des Abends am nächsten kam Bass-Bariton Rafael Bruck mit seinem eindrucksvoll vorgetragenen „En garde Toreador“ aus George Bizets tragischer Liebesoper „Carmen“.

Ebenso beeindruckend das von allen vier Gesangssolisten intonierte Quartett aus „Rigoletto“ von Guiseppe Verdi, das den offiziellen Abschluss des musikalischen Teils des Abends bildete. Doch es sind nicht nur klassische Musik und das Feuerwerk. Wesentlich zur Beliebtheit der Kamper Nacht trägt bei, dass jeder Gast Tische, Stühle, Speisen und Getränke selbst mitbringen und so sein eigenes Picknick gestalten kann.

Das Angebot kommt super an

Ein Angebot, das viele Besucher ausgiebig nutzten: „Wir finden es super, dass die Stadt so etwas auf die Beine stellt. Es ist eine äußerst reizvolle Kombination aus einem schönen Park, Musik und toller Atmosphäre“, lobte eine Freundesgruppe aus Kamp-Lintfort, Mainz und Wallach, die an einem gut bestückten Campingtisch saß. „Es ist wunderschön, mit alten und neuen Bekannten ein Gläschen zu trinken und dabei noch gute Musik zu hören “, bestätigten etwas weiter zwei Paare aus Moers, die ihren Tisch auch mit einem silbernen Kerzenleuchter geschmückt hatten.

Ein Übriges steuerte bei, dass am Samstag auch das Wetter mitspielte. Aus den drohenden Wolken fielen nur ab und zu ein paar Tropfen. Und wer nach dem spektakulären Feuerwerk nicht gleich nach Hause wollte, konnte bei Discomusik auf der After-Show-Party noch lange weiterfeiern.

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