Kamp-Lintforter Gärten 2019

Gärten und Parks öffnen sich in Kamp-Lintfort für Besucher

Sylvia Joos, Angelika Sturmeit, Stefano Heitmann und Armin Joos freuen sich auf das große Gartenwochenende in Kamp-Lintfort..

Sylvia Joos, Angelika Sturmeit, Stefano Heitmann und Armin Joos freuen sich auf das große Gartenwochenende in Kamp-Lintfort..

Foto: Volker Herold

Kamp-Lintfort.   Am 25. und 26. Mai können 23 Gärten und Parks im Stadtgebiet besucht werden. Es gibt Tipps für Hobbygärtner und so manche grüne Überraschung.

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Wenn am Wochenende (25./26. Mai) 23 Kamp-Lintforter Gärten und Parks ihre Türen für Besucher öffnen, sind auch Sylvia und Armin Joos mit ihrem 17.000 Quadratmeter großen grünen Paradies wieder mit dabei. Ob die Rosen dann schon in Blüte stehen, hängt allerdings vom Wetter in den nächsten Tagen ab. „Vielleicht schafft es ja die weiße Heckenrose, die ist jetzt schon stark in den Knospen. Auch die Schwertlilien werden auf sein“, sagt Sylvia Joos, „Irgendwas blüht immer.“

Besucher aus den Nachbarländern

Das Besondere an der Aktion Kamp-Lintforter Gärten, die mittlerweile zum fünften Mal stattfindet: „Die Besucher können an einem Tag so viele Gärten sehen, wie sonst nie“, macht Stefano Heitmann vom Arbeitskreis Kamp-Lintforter Gärten des Laga-Fördervereins auf ein Alleinstellungsmerkmal der Aktion aufmerksam. Anders als etwa bei der Offenen Gartenpforte konzentriert sich die Gartenschau hier auf ein Stadtgebiet. Und: Die Besuche sind komplett kostenlos.

Das hat sich in der Region und bei den Nachbarn längst herumgesprochen. „Im Schnitt haben wir sonntags 300 bis 350 Gäste pro Garten, samstags sind es etwa 250“, sagt Angelika Sturmeit. Neuerdings, so die Veranstalter, kämen die Besucher auch aus dem Ruhrgebiet, aus Köln oder aus Belgien und den Niederlanden zu dem Kamp-Lintforter Gartenevent. „Wir sind mittlerweile wirklich gefragt“, sagt Heitmann.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder neue Gärten zu bestaunen. So unter anderem die 1200 Quadratmeter Schrebergarten in der Belia Seniorenresidenz am Hölderlinweg. Der Garten mit Blumen, Gemüse und Kräutern wurde zum Teil mit den Bewohnern gemeinsam angelegt. Der größte Garten, der am Wochenende zu besichtigen sein wird, gehört zum St. Bernhard-Hospital. 80.000 Quadratmeter groß ist der Park mit alten Mammutbäumen, Teich, Ruheoase, Bienenweide samt Insektenhotel und einem Kürbisfeld an der Bürgermeister-Schmelzing-Straße.

Aber auch sonst besticht das Angebot durch seine Vielfalt – vom 1000 Quadratmeter großen Staudengarten über den 320 Quadratmeter großen Eckgarten, vom 1400 Quadratmeter großen Zwei-Generationen-Garten bis zur 400 Quadratmeter großen Parzelle im Kleingartenverein ist so gut wie alles vertreten.

Ohne Gift und Dünger

Das Klientel der Gartenbesucher sei durchweg ein sehr freundliches, finden Sylvia und Armin Joos, die ihren Gästen auf Wunsch (solange der Vorrat reicht) unter anderem auch gerne selbst gemachten Apfelsaft von ihren eigenen Obstbäumen anbieten. „Wir versuchen, den Besuchern unser ökologisches Konzept des Gärtnerns zu vermitteln – also ohne Gift und ohne Dünger“, so Sylvia Joos. Nur eines findet sie etwas bedauerlich: In all den Jahren hat sie es nicht geschafft, selbst einen Blick in die anderen offenen Gärten zu werfen. „Ich nehme mir es immer vor, aber in der Regel klappt es dann doch nicht.“

Die Aktion Kamp-Lintforter Gärten soll es nicht nur – natürlich – als besonderes Bonbon auch zur Landesgartenschau 2020 geben, sondern auch darüber hinaus. Nachhaltigkeit ist und war den Initiatoren von Anfang an wichtig.

>>> INFO

Der Flyer mit Adressen, einer Stadtkarte und den genauen Öffnungszeiten informiert auch über Barrierefreiheit und ob Hunde erlaubt sind. Zu haben ist er in Kamp-Lintfort unter anderem im Rathaus, in der Mediathek und in verschiedenen Geschäften. Zum Herunterladen gibt es ihn auf www.kamp-lintfort.de

Nicht allein um Autoverkehr zu vermeiden – auch weil sich die Gärten auf das Kamp-Lintforter Stadtgebiet konzentrieren, ist eine Rundtour mit dem Rad empfehlenswert. Auswärtigen Besuchern empfiehlt Stefano Heitmann, die Räder ins Auto zu packen und ihren Pkw am Parkplatz Pappelsee abzustellen

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