Ehrung

Friedhelm Woch aus Moers erhält das Bundesverdienstkreuz

Sie freuen sich mit Friedhelm Woch (grauer Anzug) über das Verdienstkreuz am Bande (v.l.): Schwiegersohn Thomas Pasch, Dr. med. Sabine Pasch, Enkelinnen Clara Pasch und Amy, Ehefrau Gisela Woch, Marcus Woch mit Sofia und Schwiegertochter Angela Montoya Woch mit Enkelin Viktoria.

Sie freuen sich mit Friedhelm Woch (grauer Anzug) über das Verdienstkreuz am Bande (v.l.): Schwiegersohn Thomas Pasch, Dr. med. Sabine Pasch, Enkelinnen Clara Pasch und Amy, Ehefrau Gisela Woch, Marcus Woch mit Sofia und Schwiegertochter Angela Montoya Woch mit Enkelin Viktoria.

Foto: Norbert Reimann

Moers.  Am linken Niederrhein setzt sich Friedhelm Woch seit Jahrzehnten für den Kampf gegen Diabetes ein. Am Anfang steht eine persönliche Erfahrung.

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Friedhelm Woch aus Moers hat jetzt das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. So wird Wochs jahrelanger Kampf gegen die Krankheit Diabetes gewürdigt. Woch (77), geboren in Homberg, lebt seit eineinhalb Jahren in Moers, besonders aktiv aber war er in der Nachbarstadt Rheinberg. Dort wurde er im November auch von Landrat Ansgar Müller gewürdigt.

Mit Diabetes hat Woch früh Erfahrungen machen müssen. Im Jahr 1987 erkrankte sein damals sechsjähriger Sohn an Diabetes Typ I, wie es in der Laudatio heißt. Friedhelm Woch kämpfte für seinen Sohn – und gegen die Krankheit. Er gründete den Gesprächskreis diabetischer Kinder und deren Eltern, der für viele Betroffene und deren Angehörige ein wichtiges Forum wurde, um sich über Diabetes, die Folgen und den Umgang mit der Krankheit auszutauschen.

Und Woch macht weiter. Er bringt sich im Vorstand des Bezirksverbandes Niederrhein im Deutschen Diabetikerbund ein, und macht mit beim Arbeitskreis „Eltern von an Diabetes erkrankten Kindern“. Den ersten NRW-Kinder und Jugenddiabetikertag 1993 in Mülheim bereitet er maßgeblich mit vor. Auf so genannten Familienschulungen, zum Beispiel im Haus der Familie in Moers, informiert Woch über die Krankheit.

In Rheinberg hat Woch 1997 den Diabetiker-Treff gegründet, wieder mit dem Ziel, Betroffene und deren Angehörige zu informieren. Seit 2003 gibt es die Schulungsgemeinschaft linker Niederrhein mit Veranstaltungen in Moers, Kamp-Lintfort und Rheinberg.

Die Notwendigkeit, aufzuklären

Den Wunsch, über Diabetes aufzuklären, würdigt auch Landrat Ansgar Müller in seiner Laudatio: „Zu Beginn deiner Tätigkeit wurde diese Notwendigkeit noch nicht von allen gesehen. Jedoch zeigtest du beim Kontakt zu Ärzten sowie der kassenärztlichen Vereinigung keine Berührungsängste.“

Wie Woch das alles geschafft hat – dazu noch ehrenamtlich – das stellte Müller in der Laudatio so dar: „Durch Knüpfung von Kontakten, Schaffung von Netzwerken und Aufklärung durch Vorträge hast du maßgeblich dazu beigetragen, Menschen mit Diabetes durch gezielte, altersgerechte Information und Schulungen in die Lage zu versetzen, selbstständig und eigenverantwortlich mit ihrer Stoffwechselerkrankung umzugehen.“

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