Neukirchen-Vluyner Tafel

Die Neukirchen-Vluyner Tafel braucht zusätzliche Räume

Grundschülerinnen und Schüler haben vor kurzem die Tafel besucht. Mit im Bild: Marion May-Hacker, Agendabeauftragte der Stadt (l.) und Bürgermeister Harald Lenßen (2.v.l.) sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ursula Borgemeister, Dagmar Freisem und Anne Stebing.

Grundschülerinnen und Schüler haben vor kurzem die Tafel besucht. Mit im Bild: Marion May-Hacker, Agendabeauftragte der Stadt (l.) und Bürgermeister Harald Lenßen (2.v.l.) sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Ursula Borgemeister, Dagmar Freisem und Anne Stebing.

Foto: SD / Stadt NV

Neukirchen-Vluyn.  Die Tafel in Neukirchen-Vluyn könnte einen weiteren Lagerraum gebrauchen. Sie unterscheidet sich von Tafeln in anderen Kommunen in einem Punkt.

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Die Neukirchen-Vluyner Tafel benötigt zusätzliche Räume. Insbesondere für die Lagerung von Konserven. „Manchmal bekommen wir auch große Mengen Waschpulver“, sagte die erste Vorsitzende Manuela Lenz im Gespräch mit der NRZ. Dann werde es mit der Lagerung etwas eng. Diesbezüglich wolle sie nun auch die Stadtverwaltung ansprechen.

Das ist aber offenkundig derzeit das einzige Problem der Tafel. Erst im Frühjahr dieses Jahres musste das Aggregat des Kühlhauses erneuert werden. Versorgt werden in den Räumen neben dem Rathaus etwa 700 Personen monatlich.

Anders als in anderen Kommunen stellt Manuela Lenz aber nicht fest, dass es besonders viele Rentner sind, die sich ihre Rationen bei der Tafel abholen. Die größten Zielgruppen in Neukirchen-Vluyn sind demnach alleinerziehende Frauen und Flüchtlinge. „Ältere Leute schämen sich“, vermutet die erste Vorsitzende.

Rund 20 Ehrenamtliche helfen mit

In Neukirchen-Vluyn sind bis zu 20 ehrenamtliche Mitarbeiter für das Abholen, Transportieren, Sortieren, Portionisieren und für die Ausgabe der gespendeten Lebensmittel im Einsatz. Nach Schätzungen der Tafel werden rund 6000 Kisten jährlich an Bedürftige ausgegeben. Gesamtmenge: rund 50 Tonnen Lebensmittel.

Über die Arbeit der Tafel haben sich erst kürzlich mehr als 30 Kinder der Pestalozzischule informiert. Die Schülerinnen und Schüler nehmen am Ferienprogramm des offenen Ganztags der Schule teil. Die Ehrenamtlichen der Tafel haben ihnen die Aufgaben der Einrichtung, Hintergründe und die Abläufe der Vereinsarbeit erklärt.

Schüler haben die Tafel besucht

Bürgermeister Harald Lenßen besichtigte mit den Kindern die Räumlichkeiten der Tafel im ehemaligen Baubetriebshof. Aus den Lebensmitteln konnten die kleinen Besucher einen kleinen Teil mitnehmen, den sie am nächsten Tag gemeinsam zu einem Mittagessen verarbeiteten.

Der Besuch fand auf Initiative des Treff 55 der Grafschafter Diakonie, Diakonisches Werk im Kirchenkreis Moers statt. Der Treff hatte unter dem Dach der Lokalen Agenda 21 Neukirchen-Vluyn im Jahr 2002 zur Gründung der Tafel beigetragen.

Den Besuch bettet die Agenda 21 in ihr Aktionsprogramm ein, das sie anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens im November feiert. „Erstes Ziel der Tafeln ist die Unterstützung bedürftiger Menschen. Daneben spielen Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und der Kampf gegen Verschwendung eine Rolle bei der wichtigen Vereinsarbeit“, sagt Bürgermeister Lenßen. „Das deckt sich zu 100 Prozent mit den Zielen der Lokalen Agenda 21.“ (sovo)

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