Umwelt

Die Energie-Scouts werden in Unternehmen in Moers aktiv

Geschäftsführer Reinhard Vinkmann, Erik Ewald, Theresa Steinbrecher und Ausbildungsleiterin Chantal Sonnenschein (v.l.) freuen sich über den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Geschäftsführer Reinhard Vinkmann, Erik Ewald, Theresa Steinbrecher und Ausbildungsleiterin Chantal Sonnenschein (v.l.) freuen sich über den schonenden Umgang mit Ressourcen.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Moers.  Erik Ewald und Theresa Steinbrecher helfen im Hause Deflex in Moers, Energie und Geld zu sparen. Ihre Ideen können auch woanders Schule machen.

Wie man in einer Firma mit wenigen Mitteln reichlich CO2, Rohstoffe und Strom sparen kann, das haben zwei Azubis im Hause Deflex-Dichtsysteme im Gewerbegebiet Genend jetzt gezeigt.

Erik Ewald und Theresa Steinbrecher, inzwischen mit ihrer Ausbildung fertig und angestellt, griffen die Idee der IHK zu Duisburg auf und wurden zu Energie-Scouts. Was bei Deflex auf ziemlich fruchtbaren Boden fiel. Inzwischen macht sich auch die Chefetage Gedanken, wie man einen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. „Denn jeder kann etwas tun“, meint Reinhard Vinkmann, Geschäftsführender Gesellschafter im Hause Deflex an der Heinrich-Hertz-Straße.

„Ein Thema, wie man CO2 und Rohstoffverbrauch senken kann, hat sich schnell angeboten“, berichtet Theresa Steinbrecher, „nämlich der Papierverbrauch.“ Schnell sei klar geworden, wie viel Papier man in der Firma verbrauche, dies oft unnötigerweise. „Es wurde sehr viel ausgedruckt. Das kann man ändern“, erläutert Erik Ewald. So sei man nun dazu übergegangen, Rechnungen an die Kunden elektronisch zu verschicken, statt immer zwei Exemplare auf Papier zu versenden. Die meisten Kunden fänden dies tatsächlich einfacher und auch praktischer. Irrläufer per Post würden ebenfalls ausgeschlossen. Auch in anderen Bereichen bei Deflex spare man nun Papier. Dabei gehe es um Aufträge, Angebote oder Bestellungen, die größtenteils auch elektronisch bearbeitet und gespeichert werden könnten.

Gespart werden beträchtliche Mengen

Die findigen Energie-Scouts rechneten außerdem aus, dass allein durch so eine Maßnahme im Jahresschnitt 2834 Euro Einsparung erzielt werde – Tintenpatronen, Druckertoner und anderes nicht eingerechnet. Darüber hinaus spare man Rohstoff von etwa drei Fichten im Jahr ein sowie Strom für gut fünf Durchschnittshaushalte. Nicht zu vergessen 865 Badewannen Wasser – immer bezogen auf den Aufwand bei der Papierherstellung.

Mit so einem Ergebnis zeigt sich auch Chantal Sonnenschein als stellvertretende Ausbildungsleiterin zufrieden. So denke man schon jetzt über weitere Projekte in Sachen Nachhaltigkeit nach. Ins Auge gefasst habe man daher bereits, berichtet Reinhard Vinkmann, auch das Einsparen von Plastik in der Firma. Angedacht sei daneben auch ein Wasser-Sparprojekt. Nicht zu vergessen die Wiederverwertung von Produktionsabfall in einer ortsnahen Firma.

Zwar gebe es für mittelständische Betriebe keine Pflicht, Nachhaltigkeit zu leben und nachzuweisen, erläutert Vinkmann. Allerdings wünscht sich der Geschäftsführer noch mehr Kollegen in Betrieben, die dem Deflex-Projekt folgen.

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Deflex stellt Zubehör für den Einbau beispielsweise von Fenstern und Türen her wie Dichtprofile, Formteile aus Gummi, Spezialkleber und anderes. Deflex steht für „dauerelastisch flexibel“. Zudem produziert man Insekten- und Pollenschutz-Systeme für Fenster und Türen.

50 bis 60 Mitarbeiter gibt es im Hause. 23 Prozent der Produktion gehen ins Ausland, nach Europa aber auch bis China und Kanada. Deflex wurde vor 33 Jahren in Duisburg gegründet und ist seit 2008 im Gewerbegebiet Genend.


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