SOLIDARITÄTSPREIS

Das Moerser Sci-Projekt Hippy wächst weiter

Koordinatorin Angela Stuhr-Sittek (2.v.l.) koordiniert das Hippy-Projekt beim Sci, Manuela Karbstein, Tamara Ebel und Rabia Sarsik (v.l.) vermitteln die Inhalte an Mütter und deren Kinder im Vorschulalter.

Foto: Ulla Michels

Koordinatorin Angela Stuhr-Sittek (2.v.l.) koordiniert das Hippy-Projekt beim Sci, Manuela Karbstein, Tamara Ebel und Rabia Sarsik (v.l.) vermitteln die Inhalte an Mütter und deren Kinder im Vorschulalter. Foto: Ulla Michels

Moers.   Das Projekt Hippy zielt darauf, Kinder aus sozial benachteiligten Familien Wissen und Bildung zu vermitteln. Der Bedarf für diese Hilfe nimmt zu.

Beim Sci:Moers gibt es ein Projekt, das von Ehrenamtlichen mit Leben gefüllt wird. Dabei geht es um weit mehr als um die Vermittlung von Wissen an Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Der Bedarf ist deutlich gestiegen.

Rabia Sarsik kennt beide Seiten von Hippy. Die Abkürzung steht für Home Interaction for Parents and Pre-School Youngsters, was soviel heißt wie: Unterstützung für Vorschulkinder in Familien. Seit vier Jahren bietet der Sci:Moers das Projekt an, jeweils 20 Mütter und Kinder erhalten über 18 Monate einmal wöchentlich Besuch einer Ehrenamtlerin, die nach modernen pädagogischen Prinzipien arbeitet. Die Inhalte werden dabei an die Mütter weitergeben.

Besserer Start in die Schule

Rabia Sarsiks Sohn Arda ist jetzt in der 3. Klasse. Bevor er in die Schule kam, hat sie eine Ehrenamtlerin regelmäßig besucht. „Arda ist viel besser in die Schule gestartet, er konnte sehr schnell lesen“, berichtet Rabia. Für sie gilt auch: „Das Projekt bringt einen Riesenvorteil nicht nur bei der Sprache und beim Lernen, es verändert auch das Familienleben.“ So überzeugt ist Rabia Sarsik von Hippy, dass sie jetzt selbst Ehrenamtlerin ist.

Manuela Karbstein, eine von zurzeit fünf Hippy-Ehrenamtlerinnen, berichtet von einer Mutter, die sich lange nicht aus dem Haus getraut hat: „Durch unseren Austausch hat sie sich ein Herz gefasst, als ihr Junge krank war und ist mit ihm zum Kinderarzt gefahren.“ Ohne die Überwindung der Mutter hätte der Junge auf den Vater warten müssen. Tamara Ebel, eine weitere Ehrenamtlerin, ist überzeugt: „Wir vermitteln wichtige Erkenntnisse, wie man mit Kindern lernt und ihre motorischen Fähigkeiten fördert.“

Sozialpädagogin Angela Stuhr-Sittek koordiniert Hippy beim Sci. Sie findet: „Die Kinder entwickeln früh Freude am Lernen, die ganze Familie wird in den Prozess einbezogen.“

Von 20 auf 60 Plätze erweitert

Sci-Geschäftsführer Frank Liebert, will das Projekt ausbauen: „Auch das Jugendamt sieht Betreuungsbedarf bei Vorschulkindern, dem müssen wir gerecht werden.“ Deshalb soll Hippy in den kommenden drei Monaten von jetzt 20 auf 60 Plätze ausgebaut werden.

>> Hier kann man mitmachen

Wer beim Sci-Projekt Hippy mitmachen möchte, kann sich hier melden: Frank Liebert, telefonisch: 02841/95 790, oder per E-Mail an: info@sci-moers.de

>> So kann man sich bewerben

Die NRZ und die gemeinnützige Freddy-Fischer-Stiftung schreiben zum vierten Mal den Solidaritätspreis aus. In diesem Jahr richtet sich die mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung an Menschen oder Organisationen, die sich ehrenamtlich und nachhaltig in der Bildung von Kindern und Jugendlichen in der Region engagieren.

Jeder Leser, der eine Person oder Organisation für preiswürdig hält, kann uns diese nennen. Man kann sich auch selbst vorschlagen, schließlich sollen die guten Beispiele zur Nachahmung anregen. Die formlose, schriftliche Bewerbung sollte möglichst detailliert das Ehrenamt beschreiben.

Wer will, kann auch ein Video über den Bewerber drehen und der Bewerbung beifügen. Schreiben Sie bitte bis Ende Februar an die NRZ-Lokalredaktion, Homberger Straße 4, 47441 Moers, Stichwort: Solidaritätspreis. Oder senden Sie eine E-Mail lok.moers@nrz.de, Betreff: Solidaritätspreis.

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