Freizeit und Spaß

Das Badewannenrennen in Moers ist ein nasses Vergnügen

Tolle Kostüme: Das ist ein Merkmal des Badewannenrennens im Bettenkamper Meer in Moers.

Tolle Kostüme: Das ist ein Merkmal des Badewannenrennens im Bettenkamper Meer in Moers.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Schlechtes Wetter in Moers: Teams und Zuschauer lassen sich den Spaß aber nicht nehmen. Die Idee zum Badewannenrennen entsteht beim Autofahren.

Wenn Fred Feuerstein in der Wanne baden geht, Planscherknacker im Wasser friedlich mit Kredithaien planschen und Bananenbieger die gelben Paddel in die Hand nehmen, dann ist es Zeit fürs Badewannenrennen in Moers. Die 17 Teams, die am Samstag zum Wettrennen im Freibad Bettenkamper Meer antraten, hatten jede Menge sportlichen Ehrgeiz im Gepäck.

„Wir haben vorab viele Anmeldungen bekommen“, freute sich Axel Sandhofen vom Freundeskreis Bettenkamper Meer. Freundeskreis, DLRG Moers und Enni organisieren das Rennen seit vielen Jahren, Sandhofen ist mit Frank Hüfken (DLRG) der Ideengeber. Vor zwölf Jahren fielen Sandhofen bei seinen Autofahrten durch die niederrheinische Landschaft die Kuhtränken auf: „Ich habe mich gefragt, ob die Dinger auch schwimmen können“, so Sandhofen. Nun sind Kuhtränken eher schwer erhältlich. Aber Badewannen sind ähnlich geschnitten. Also schickten Sandhofen und Hüfken die Wannen aufs Wasser. Die Konstruktion des inzwischen verstorbenen DLRG-Ehrenmitglieds Günter Helmke hielt und ist bis heute nicht wegzudenken.

Am Samstag konnte man die Wannen bestaunen. Die DLRG-Mitglieder bauten vier gebrauchte Wannen innerhalb einer Woche um. Die 100 Meter lange Rennstrecke reichte von der Rutsche bis zur Brücke.

Die Teams paddelten gegen die Strömung. Aber halb so wild, denn die Bergungstrupps der DLRG retten die kostümierten Rennfahrer nach dem Kentern aus dem Wasser. Apropos Wasser: Das kam diesmal auch von oben. Der für den Samstagabend geplante Auftritt der Band „Glam Bam“ musste deshalb abgesagt werden. Badewannen-Fans sind tapfer: „Der Regen macht uns nichts aus“, lachten die Moerserinnen Annette Heinrich und Marissa Pfeiffer.

Als Team „Trash Girls“ griffen sie tief in die schrille Kostümkiste: Pinke Perücken, Knicklichter als Halsketten und Süßigkeiten als Armbänder gehörten zu ihrer Wettkampfausrüstung. Weniger pink, dafür aber mit buntem Regencape ging es für Lia und Tim Stermann aufs Wasser. Die beiden 11-jährigen Zwillinge kamen mit Mutter Desiree aus Rheinberg zum Badewannenrennen.

„Wir sind zum zweiten Mal hier“, sagte Desiree. Sie verarbeitete 200 bunte Spielbälle aus dem Bällebad und schmückte damit die Regencapes. Familie Stermann fand: „Das Badewannenrennen ist ein tolles Event für alle.“ Als Lia und Tim dann noch den ersten Platz für das beste Kostüm gewannen, freuten sie sich riesig. Beste Paddler waren diesmal Tim Tendick und Tobias Hätzel vom Team Holderberg‘s next top Model.

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