Arbeiterwohlfahrt

Awo im Kreis Wesel stellt sich ganz neu auf

(v.l.:) Sonja Gildemeister, Bernd Kwiatkowski, Ingrid Schwiderski, Bernd Keienborg, Willi Brechling, Jürgen Neervort, Karin Böhm, Ibrahim Yetim und Jochen Gottke.

(v.l.:) Sonja Gildemeister, Bernd Kwiatkowski, Ingrid Schwiderski, Bernd Keienborg, Willi Brechling, Jürgen Neervort, Karin Böhm, Ibrahim Yetim und Jochen Gottke.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi

Neukirchen-Vluyn.   Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt wählt Ibrahim Yetim zum ehrenamtlichen Präsidenten. Jochen Gottke ist jetzt hauptamtlicher Vorstand.

„Wir können die Verantwortung für 1200 Mitarbeiter und 60 Millionen Euro Umsatz nicht weiter auf den Schultern von zehn ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern verteilen. Das ist einfach zu viel verlangt“, betonte Jochen Gottke bei der Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt (Awo) am Samstag im Klingerhuf. Bisher war der ehrenamtliche Vorstand für die Tätigkeiten der Awo im Kreis Wesel verantwortlich – und dadurch theoretisch auch haftbar.

Aus diesem Grund wurde im vergangenen Jahr die Satzung geändert: Ein zusätzliches ehrenamtliches Präsidium soll als eine Art Aufsichtsrat zukünftig Aufgaben übernehmen und der Vorstand dafür aus hauptamtlichen Mitarbeitern bestehen. Die Geschäftsführung wurde verkleinert. Diese Änderung setzte der Kreisverband am Samstag im Rahmen der Kreiskonferenz um. Ibrahim Yetim, stellvertretender Bürgermeister in Moers und SPD-Landtagsabgeordneter, wurde zum ersten ehrenamtlichen Präsidenten gewählt. Er erhielt 59 der 64 Stimmen. Yetim engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Awo. „Als Arbeiterbewegung ist die Awo auch ein Teil der SPD, deshalb liegt mir diese Arbeit sehr am Herzen“, erklärte Yetim.

Für seine Funktion als Präsident hat er sich bereits einiges vorgenommen. „Ziel ist es, die Awo moderner aufzustellen und ihr ein Gesicht zu geben. Wer zum Beispiel Hilfe braucht oder einen Kita-Platz sucht, der soll als erstes an die Awo denken.“ Unterstützt wird Yetim von seinen gewählten Stellvertretern Sonja Gildemeister und Willi Brechling. Schriftführerin ist Karin Böhm. Die Posten der Beisitzer nehmen Bernd Kaienborg, Jürgen Neervort und Ingrid Schwiderski ein.

Jochen Gottke, der seit 21 Jahren ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreisverbandes ist, verschwindet aber nicht von der Bildfläche. Im Gegenteil: Er wird nun hauptamtlicher Vorsitzender. Seinen Beruf bei der Stadt Solingen legt er nieder. „Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe in der eigenen Geschäftsstelle in Rheinberg“, sagte Gottke. Wer den neuen dreiköpfigen Vorstand neben ihm komplementiert, das wird am heutigen Montag offiziell beschlossen.

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