Griechisches Lokal

Welle der Anteilnahme: Gastwirt aus Dorlar stirbt im Urlaub

So kannte man Kosta Mavrikos: Immer an der Arbeit - aber immer mit einem fröhlichen Spruch auf den Lippen.

So kannte man Kosta Mavrikos: Immer an der Arbeit - aber immer mit einem fröhlichen Spruch auf den Lippen.

Foto: Privat

Dorlar.  Gastronom Kosta Mavrikos aus Dorlar ist im Urlaub plötzlich gestorben. Die Anteilnahme ist groß. Seine Frau kämpft mit den griechischen Behörden.

Kosta Mavrikos, der Chef und Inhaber des Restaurants „Der Grieche“ in Dorlar, ist tot. Er starb kurz nach Ankunft in seinem Urlaubsort auf der Insel Zakynthos an einem Herzinfarkt. Der 52-Jährige hinterlässt eine Frau und zwei minderjährige Kinder. Die Betroffenheit in Dorlar und darüber hinaus ist groß.

Welle der Anteilnahme

Eine Welle der Anteilnahme erreicht auch Mavrikos Ehefrau Andrea. „Es melden sich viele Freunde und Gäste - auch von außerhalb des Sauerlandes“, sagt sie. In einem Post habe sogar jemand geschrieben: Das Sauerland steht unter Schock. „Das Gefühl habe ich auch“, sagt sie.

Kosta Mavrikos war in der Region bekannt und beliebt. „Er war das Gesicht seines Restaurants, weil er auch immer direkt im Eingangsbereich an der Theke stand und alle Gäste fröhlich begrüßte“, sagen Gäste. Dabei schaffte er es, Alt und Jung gleichermaßen nach Dorlar zu ziehen. Seine Frau, eine gelernte Hotelkauffrau, übernahm den Service. „Kosta hat den Betrieb geliebt“, sagt sie. Im nächsten Jahr hätte das Restaurant sein 25-jähriges Bestehen feiern sollen. Ende des vergangenen Jahres hatten es die Besitzer noch komplett renoviert.

Der Kampf mit den Behörden

Andrea Mavrikos kämpft derweil mit den Behörden. Ihr Mann wurde zwar bereits nach Athen überführt, „aber ich warte immer noch auf die Sterbeurkunde.“ Ohne alle Dokumente kann sie ihn nicht nach Deutschland überführen und hier beerdigen lassen. „Das dauert noch. Ich kann nichts tun“, sagt die Dorlarerin im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das Warten ist das Allerschlimmste.“ Die Mutter ist mit ihren Kindern zurück im Sauerland. „Wir hätten in Athen bleiben können, aber auch da wäre ich nur vor die Wand gelaufen.“ Nach dem Tod habe man sie im Krankenhaus auf Zakynthos nicht mal mehr zu ihrem Mann gelassen. „Man hatte mich nicht mal angerufen, als er gestorben war“, sagt sie.

Wie geht es weiter: Fachkräftemangel als Problem

Wie es jetzt weitergeht? Das weiß Andrea Mavrikos selbst noch nicht. „Wir hatten schon in den letzten Monaten mit Personalmangel zu kämpfen.“ Ein Grund, warum ihr Mann so viel gearbeitet habe. Eigentlich sollten die Betriebsferien bis zum 15. August dauern. Nun hat sie auf der Facebook-Seite den Hinweis hinterlassen: „Unser Restaurant bleibt vorübergehend geschlossen.“

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