Deutsche Bahn

Weitere Ausfälle von Zügen ab Mittwoch befürchtet

Ein Triebwagen des Herstellers Pesa: Auch diese Modelle tragen zu Problemen bei der Deutschen Bahn bei.

Ein Triebwagen des Herstellers Pesa: Auch diese Modelle tragen zu Problemen bei der Deutschen Bahn bei.

Foto: Stefan Pieper

Meschede/Bestwig.  Nach Zugausfällen am Wochenende könnte es erneut zu Problemen kommen: Ab Mittwoch droht der nächste Engpass beim Personal.

Die Deutsche Bahn befürchtet ab Mittwoch, 11. September, wieder Zugausfälle. „Unsere Prognosen sagen: Es könnte erneut eng werden“, sagte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Die Deutsche Bahn leidet nach eigenen Angaben unter Personalmangel. Bereits am Wochenende waren der Dortmund-Sauerland-Express (RE 57), die Volmetal-Bahn (RB 52) und die Hönnetal-Bahn (RB 54) betroffen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn kam es zu Ausfällen im zweistelligen Prozentbereich. Auch danach seien zu Beginn der Woche einzelne Verbindungen betroffen gewesen. „Die Personalsituation ist angespannt“, sagte der Sprecher. „Wir bitten Mitarbeiter vorzeitig aus dem Urlaub oder aus freien Tagen zurückzukommen“, erklärte er. Daher entscheide es sich erst kurzfristig, ob Züge planmäßig starten könnten.

Vorab die Verbindungen prüfen

Am Mittwoch, 11. September, sollen abermals Verbindungen des Dortmund-Sauerland-Expresses, der Volmetal-Bahn und der Hönnetal-Bahn betroffen sein. Alle anderen Züge sollen wie gewohnt fahren. Die Deutsche Bahn rät Reisenden dazu, die Verbindungen vor der Abfahrt auf der Internet-Seite zu überprüfen.

Urlaubszeit und ein leicht erhöhter Krankenstand seien der Grund für die zugespitzte Situation, so die Deutsche Bahn. Auch die Zuverlässigkeit der Pesa-Züge trage zu dem Problem bei: „Werden andere Baureihen als Ersatz eingesetzt, müssen die Zugführer auch für diese Modelle ausgebildet sein - das sind aber nicht alle“, so der Sprecher.

Ausbildung auf andere Baureihen

Zuletzt seien zur Entlastung einige neue Kollegen zum Unternehmen hinzugestoßen - sie seien aber zunächst ausschließlich für die Pesa-Züge zugelassen. Eine Ausbildung auf anderen Baureihen dauere mehrere Wochen. Hinzu komme der Fachkräftemangel: „Kollegen, die ausscheiden, lassen sich nicht mehr ohne Weiteres ersetzen.“ Die Deutsche Bahn sucht dringend Lokführer. Die Ausbildung dauert drei Jahre, außerdem werden neunmonatige Umschulungen mit weiteren Fortbildungen angeboten.

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