Tierrettung

Verletzter und hilfloser Uhu ist wieder in Freiheit

Der Uhu aus Wenholthausen ist wieder fit - inzwischen konnte er in die Freiheit entlassen werden.

Der Uhu aus Wenholthausen ist wieder fit - inzwischen konnte er in die Freiheit entlassen werden.

Foto: Privat

Wenholthausen.   Glückliches Ende: Das Schicksal hat es gut gemeint mit einem hilflosen Uhu, der in der vergangenen Woche aus der Wenne gerettet worden ist.

Dem verletzten Uhu, der in der vergangenen Woche aus der Wenne in Wenholthausen gerettet worden ist, geht es wieder gut. Das Tier ist am späten Sonntagabend in der Nähe des Fundortes wieder in die Freiheit entlassen worden.

Wie Nicole Flemke von der Eichhörnchen- und Bilchestation mitteilt, hatte sich der Zustand des Tieres immer weiter verbessert. Zuletzt habe er bis zu 15 Eintagsküken in der Nacht verschlungen. Problematisch war vor allem das linke Auge des Tieres. Weil die Pupille auslief, drohte es zu erblinden.

Ein pensionierter Tierarzt aus Soest, der sich mit Greifvögeln auskennt, hatte bei Untersuchungen allerdings festgestellt, dass der Uhu auf dem Auge noch sehen kann. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, wäre an die Auswilderung nicht zu denken gewesen.

Auf Beutejagd

Denn mit nur einem funktionierenden Auge hätte das Tier nie wieder erfolgreich auf Beutejagd gehen können. Und genau das wird es nun wieder tun. Laut Nicole Flemke hatte man sich bei der Auswilderung bewusst für einen relativ späten Tageszeitpunkt entschieden, weil das Tier in den vergangene Tagen zu eben dieser Zeit immer besonders aktiv gewesen sei.

Der Uhu hatte sich am vergangenen Montag im Gestrüpp der renaturierten Wenne verfangen und war von Anwohnern entdeckt worden. Als sie dann dem Mitleid erregenden Tier in seine großen Augen blicken, handelten sie genau richtig: Sie melden sich bei Tierarzt Dr. Jörg Janßen in Eslohe.

Der wiederum vermittelt sie umgehend weiter an Nicole Flemke, die das Tier mit einem Kescher aus seiner Lage befreien konnte.

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