Fort Fun

Unfall auf Rodelbahn im "Fort Fun" – Junge verliert Fuß

Das Abenteuerland "Fort Fun" zieht Besucher aus der ganzen Region nach Bestwig.

Das Abenteuerland "Fort Fun" zieht Besucher aus der ganzen Region nach Bestwig.

Foto: Hans Blossey

Bestwig.  Schlimmer Unfall im Freizeitpark "Fort Fun": Ein Junge (12) ist bei voller Fahrt mit dem Bein unter einen Wagen der Rodelbahn geraten.

Bei einem tragischen Unglück im Freizeitpark Fort Fun ist am Samstagnachmittag ein Junge (12) schwer verletzt worden. Dem Kind wurde während der Fahrt in der Sommerrodelbahn ein Unterschenkel abgerissen. Lebensgefahr besteht für ihn nach Angaben von Fort-Fun-Geschäftsführer Andreas Sievering nicht. „In Gedanken sind wir bei dem Kind und den Eltern“, sagte Sievering am Sonntag.

Das Unglück ereignete sich am Samstag gegen 14.30 Uhr auf der Rodelbahn „Trapper Slider“. Sie ist eine der Hauptattraktionen im Fort Fun: Mit 1,3 Kilometern ist sie Europas längste Rodelbahn in einem Freizeitpark. Auf der Rodelbahn kann eine Geschwindigkeit von maximal 45 km/h erreicht werden, danach bremst sie automatisch ab.

Junge geriet mit Bein zwischen Wagen und Schienen

Der Junge war mit einer Fußballmannschaft des FC Lennestadt im Park unterwegs. Er fuhr alleine in der Rodelbahn, die ab acht Jahren freigegeben ist. Nachfolgende Rodler bemerkten den Unfall schnell.

Aus bislang ungeklärten Gründen war der Junge, so die ersten Erkenntnisse, mit einem Fuß während der Fahrt zwischen den Schlitten und die Schienen der Rodelbahn geraten. Dabei wurde ihm das Bein in der Mitte des Unterschenkels abgetrennt, so die Geschäftsführung des Parks.

Park geht von Fehlverhalten des Jungen aus

Zu Hilfe kamen sofort die Mitarbeiter der Rodelbahn, die als erstes ein Team des DRK holten, das in der Saison in dem Freizeitpark stationiert ist. Parallel wurde der Rettungsdienst alarmiert, der den verletzten Jungen dann versorgte. Ein Rettungshubschrauber flog den Zwölfjährigen in die Kinderchirurgie nach Gelsenkirchen.

„Auf den ersten Blick war es offenbar ein Fehlverhalten des Jungen“, so Geschäftsführer Andreas Sievering in einer ersten Reaktion. Er schließt ein technisches Problem aus. Zur Sicherheit kündigte er am Sonntag aber an, die Rodelbahn von einem Gutachter untersuchen zu lassen, „um jegliches technisches Problem auszuschließen“. Die Bahn werde, so Sievering, jedes Jahr vom TÜV abgenommen.

Bahn geschlossen – Parkbetreiber wartet Gutachten ab

Die Bahn wurde nach dem Unglück geschlossen und auch am Sonntag nicht in Betrieb genommen – obwohl die Staatsanwaltschaft den Betrieb nicht untersagt hatte. Die Geschäftsführung wolle erst sicher sein, hieß es: Erst solle der Gutachter abgewartet werden.

Auch die Mescheder Polizei war vor Ort. Sie bestätigte später lediglich, dass sich ein Unfall ereignet habe. Die Staatsanwaltschaft in Arnsberg ist eingeschaltet. Beide Behörden überprüfen jetzt den Unfallhergang.

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