Verkehr

Spediteur landet wegen eines „Arschlochs“ vor Gericht

Ob Stinkefinger oder Beschimpfung: Wer andere Autofahrer beleidigt, muss mit Konsequenzen rechnen. Das hat jetzt der Chef einer Spedition zu spüren bekommen.

Ob Stinkefinger oder Beschimpfung: Wer andere Autofahrer beleidigt, muss mit Konsequenzen rechnen. Das hat jetzt der Chef einer Spedition zu spüren bekommen.

Foto: dpa Picture-Alliance

Nuttlar.  Vor den Augen der Polizei hat ein Spediteur in Nuttlar einen Autofahrer als „Arschloch“ bezeichnet. Er soll ihn in Lebensgefahr gebracht haben.

Auch wer sich über einen anderen Autofahrer ärgert: Beleidigen darf man ihn deswegen noch lange nicht. Das hat der Chef einer Spedition aus Mülheim an der Ruhr erfahren müssen. Der 44-Jährige hatte nach einer Beleidigung Einspruch gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft eingelegt.

Der Mann hatte im Februar mit seiner Familie ein Wochenende im Sauerland verbringen müssen. In Nuttlar sei er dann durch einen anderen Autofahrer im Straßenverkehr bedrängt worden. Er sah sich dadurch nach eigenen Worten „in Lebensgefahr“ und rief die Polizei – vor der Polizei bezeichnete er den anderen Autofahrer dann als „Arschloch“.

Weil sein Anwalt danach Fristen versäumte, landete der Fall letztlich als Verfahren vor dem Amtsgericht Meschede. Weil der 44-Jährige nicht vorbestraft ist, wurde das Verfahren eingestellt – weil die Schuld als gering angesehen werden konnte und kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung bestand.

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