Schule

SPD fürchtet Bus-Chaos am Schulzentrum Eslohe

Die Einfahrt in den Schulbusbahnhof am Schulzentrum Eslohe. Die SPD befürchtet, dass es durch die Schaffung der geplanten Kiss-and-Ride-Fläche zu Problemen mit dem Busverkehr kommen könnte.

Die Einfahrt in den Schulbusbahnhof am Schulzentrum Eslohe. Die SPD befürchtet, dass es durch die Schaffung der geplanten Kiss-and-Ride-Fläche zu Problemen mit dem Busverkehr kommen könnte.

Foto: Frank Selter

Eslohe.   Eine neue Kiss-and-Ride-Fläche im Esloher Schulzentrum soll für mehr Sicherheit der Kinder Sorgen. Jetzt hat die SPD Bedenken angemeldet.

Am Esloher Schulzentrum soll in den Sommerferien die angekündigte Kiss-and-Ride-Fläche entstehen. Das hat Bürgermeister Stephan Kersting jetzt im Schulausschuss mitgeteilt. Sinn und Zweck ist es, den Schulweg für die Kinder und Jugendlichen sicherer zu machen.

Nathalie Evers-Stumpf von der SPD fürchtet allerdings, dass genau das Gegenteil der Fall sein könnte und durch die neue Fläche eine chaotische Situation durch ankommende, abfahrende und wartende Schulbusse entsteht. Deshalb soll es nun vorab einen Praxis-Test geben.

170.000 Euro eingeplant

170.000 Euro hat die Gemeinde für den Bau der „Kiss-and-Ride-Fläche“ am Schulzentrum eingeplant. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine Fläche unmittelbar vor der Einfahrt in den Schulbusbahnhof, die den privaten Schülerfahrverkehr ordnen und sicherer machen soll.

Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, sollen ihren Nachwuchs dort - wo momentan noch Wiese ist - aussteigen lassen. Mit der Halte- und Wendemöglichkeit soll dann im Bereich der benachbarten Turnhalle auch eine Treppe geschaffen werden, über die die Schüler einen direkten Zugang zum Schulgelände haben und nicht erst den Busbahnhof passieren müssen.

„Das ist wie ein Bienenschwarm“

Die notwendige Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei ist laut Bürgermeister Stephan Kersting bereits erfolgt. Dabei sei auch die Aufstellung der wartenden Busse und die Parkplatzsituation für die Pkw in der Mitte des Schulbusbahnhofs ein Thema gewesen.

Wie Kersting mitteilt, sei mit dem Busbetrieb abgesprochen, dass die Pkw-Parkplätze jederzeit befahrbar seien und nicht durch wartende Busse blockiert werden.

Sozialdemokratin Nathalie Evers-Stumpf, die als Konrektorin der Hauptschule zum Schulschluss selbst auch Busaufsichten übernimmt, fürchtet allerdings, dass sich wartende und abfahrende Busse behindern und es so zu gefährlichen Situationen kommen könnte. „Das ist wie ein Bienenschwarm“, veranschaulichte sie.

Termin ist noch offen

Kerstings Aussage, dass die angesprochene Problematik in der Theorie durchgespielt wurde, reicht Evers-Stumpf nach ihren gesammelten Erfahrungen nicht aus. Es sei immens wichtig, hier Erfahrungen in einem Praxis-Test zu sammeln. Kersting sprach von „einem guten Gedanken“. Wann dieser Praxis-Test erfolgen soll, ist noch offen. Sollte er nicht wie erhofft funktionieren, werde man noch einmal mit der BRS das Gespräch suchen, versprach Kersting.

„In erster Linie sollten die Kinder zu Fuß kommen“

Bei der Vorstellung des Projektes im vergangenen Jahr hatte CDU-Fraktionschef Dr. Rochus Franzen klar gestellt: „Die Fläche soll keine Einladung für Eltern sein, ihre Kinder gerne mit dem Auto zur Schule zu bringen.“ In erster Linie sollten die Kinder zu Fuß zur Schule kommen.

Das unterstrich auch Bürgermeister Stephan Kersting ebenso wie Torsten Jagusch als Schulleiter der Grundschule. Immer wieder werde versucht, Eltern für dieses Thema zu sensibilisieren - teilweise auch mehrfach im Jahr. Leider jedoch nur mit mäßigem Erfolg.

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